Der Start war – freundlich ausgedrückt – eher holprig. Als das neu eröffnete Backstage im Januar 1991 in einer Turnhalle in Fürstenried das allererste Konzert organisierte, da seien gerade mal 17 Menschen erschienen, erinnert sich Hans-Georg Stocker, einst Mitgründer und heute Geschäftsführer des Münchner Kulturzentrums. „Es war der totale Flop.“

Doch von diesem Fehlstart ließen sich Stocker und Co. nicht abschrecken. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten entwickelten sie das Backstage zu einer der bedeutsamsten Veranstaltungsstätten in der Stadt – und, so der Geschäftsführer, zum „wichtigsten Kulturzentrum der Rock- und Popmusik in Deutschland“. Wobei das Backstage in all der Zeit nicht nur mehrmals umziehen musste, unter anderem von Fürstenried an die Helmholtzstraße und weiter an den heutigen Standort beim S-Bahnhof Hirschgarten. Sondern das Kulturzentrum blieb auch stets ein von Zukunftsängsten geplagtes Provisorium. Bis jetzt.

Denn nun soll auf dem Gelände an der Friedenheimer Brücke das „endgültige Backstage“ entstehen, wie es Stocker bei einer Pressekonferenz zum Start des Festivals „Free & Easy“ formuliert. Konkret ist geplant, die sogenannte Arena im Osten des Geländes in eine Multifunktionshalle für 3500 bis 4000 Gäste um- und auszubauen – „also eine Größe, wie es sie in München noch braucht“, sagt Stocker.