Früher war mehr Sommerloch. Vor ein paar Jahren noch berichtete man über Schnappschildkröten in Badeweihern oder Kühe, die sich der Schlachtung durch Flucht entziehen und dieses Jahr gab es immerhin ein paar Wochen lang skandalöse Waller-Angriffe und anschließende noch skandalösere -Tötungen, doch die Luft war dann auch schnell wieder raus. Sommerfüllend wie einst Problembär Bruno war das alles nicht.
Das große Sommerloch-Thema dieses Jahr ist das Sommerloch selbst, also die Sommerferien beziehungsweise die Genese des bayerischen Sommerferiensonderwegs. Denn Bayern startet (mit Baden-Württemberg) traditionell als letztes Bundesland in die Sommerferien. Unfair!, beklagten sich da kürzlich einige andere Bundesländer. Bayern sichere sich dadurch niedrigere Hotelpreise, freiere Autobahnen und besseres Wetter. Das war doch ursprünglich nur wegen der Ernte!, warfen die anderen ein. Die bayerischen Kinder mussten im September halt aufs Feld und mithelfen.
Debatte über Ferientermin
Als Bayern sich für Deutschlands Sommerferien opferte
Bayern wird eine gewisse Hartleibigkeit beim Rotationsprinzip der Ferientermine vorgeworfen. „Es war alles ganz anders“, sagt Ex-Kultusminister Maier, der die Regelung in den 1970er-Jahren verhandelte - der späte Termin war nämlich maximal unattraktiv.










