Sozialwissenschaftler Knaus: Abkommen mit Drittstaaten als zentraler Schlüssel zur Begrenzung irregulärer Migration in Deutschland. Foto: Dpa/Picture Alliance (2) Gerald Knaus: „Die CDU rennt vor ihrer eigenen Geschichte davon“ Migrationsforscher Gerald Knaus kritisiert die Zurückweisungen an der deutschen Grenze, lobt Merkels Flüchtlingspolitik und erklärt, was gegen irreguläre Zuwanderung wirklich helfen könnte.
Moritz Koch, Dietmar Neuerer 26.07.2025 - 13:00 Uhr aktualisiert Artikel anhörenBerlin. Kaum hat sich Gerald Knaus an den Konferenztisch im Berliner Handelsblatt-Büro gesetzt, da springt er schon wieder auf. Sein Handy klingelt, ein europäischer Spitzenpolitiker will den neuen Kurs in der Migrationspolitik besprechen. Knaus’ Rat ist gefragt, gerade jetzt. Wenige Wissenschaftler haben so viel Einfluss auf politische Entscheidungen wie der Österreicher.Knaus fordert eine Migrationswende: Der Staat müsse die Kontrolle über die Zuwanderungen zurückerlangen. Ansonsten drohe in Europa die Machtübernahme von Rechtspopulisten und „eine Migrationspolitik à la Donald Trump“. Gleichzeitig aber übt der Wissenschaftler scharfe Kritik an der schwarz-roten Bundesregierung, die Asylsuchende an deutschen Landesgrenzen zurückweist. Das würde „europäisches Recht untergraben“, sagt Knaus im Interview.Für den Forscher gibt es einen besseren Weg, ein „Gegenmodell zur Trump’schen Politik, die auf Angst und Rechtsbruch setzt“, und eine Alternative „zum europäischen Chaos an unseren Grenzen in den letzten zehn Jahren“. Knaus schlägt Migrationsabkommen mit Ländern außerhalb Europas vor – und erläutert detailliert, wie diese funktionieren könnten.Lesen Sie hier das komplette Interview mit Gerald Knaus:







