PfadnavigationHomePanoramaNahe ChinaWohl keine Überlebenden nach Absturz von russischem PassagierflugzeugVeröffentlicht am 24.07.2025Lesedauer: 2 MinutenIm Osten Russlands ist ein Passagierflugzeug mit 49 Menschen an Bord abgestürzt. Die Antonow-24 verschwand beim Landeanflug nahe Tynda vom Radar. Rettungskräfte fanden das brennende Wrack rund 15 Kilometer vom Flughafen entfernt.Zunächst war es vom Radar verschwunden, nun gibt es Gewissheit: Ein russisches Flugzeug ist beim zweiten Anflug auf den Zielflughafen verunglückt. Es handelt sich um eine Antonow-24 – einen der ältesten noch im Dienst stehenden Passagierflugzeugtypen der Welt.Im Osten Russlands ist ein Passagierflugzeug abgestürzt. Das teilte der russische Zivilschutz mit. An Bord des Flugzeugs, das auf dem Weg nach Tynda im Amurgebiet an der Grenze zu China war, waren mehrere Dutzend Menschen – eine exakte Zahl ist bislang nicht bestätigt. Zunächst hatte Gouverneur Wassili Orlow von 49 Personen gesprochen. Die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete hingegen unter Berufung auf die Einsatzkräfte, dass sich möglicherweise 46 Menschen an Bord befunden hätten, darunter zwei Kinder und sechs Besatzungsmitglieder. Russischen Staatsmedien zufolge gibt es keine Überlebenden.Die Maschine, eine Antonow vom Typ An-24, verschwand am Nachmittag (Ortszeit) kurz vor dem Ziel von den Radaren. Sie sei beim zweiten Anflug auf Tynda gewesen, als das Signal verschwand, teilten die Behörden mit. Zuvor habe die Crew aber keine Probleme mit dem Flugzeug gemeldet. Rettungskräfte fanden das brennende Flugzeugwrack rund 15 Kilometer vom Flughafen entfernt. Die Rettungsarbeiten wurden durch die dort vorherrschende Moor- und Taigalandschaft erschwert. Die Gegend ist nur sehr dünn besiedelt.Das Flugzeug war in der Großstadt Chabarowsk gestartet. Nach einem Zwischenstopp in Blagoweschtschensk sollte es in Tynda landen.Russische Luftfahrtbranche kämpft wegen der Sanktionen zunehmend mit ProblemenDie An-24 ist eines der ältesten noch betriebenen Passagierflugzeuge weltweit. Die Serienproduktion begann Anfang der 1960er-Jahre. Die Unglücksmaschine selbst war Medienberichten nach knapp 50 Jahre alt. Die Fluglizenz war demnach aber noch bis 2036 gültig.Lesen Sie auchDie russische Luftfahrtbranche kämpft mit zunehmenden Problemen, auch weil die westlichen Industrieländer wegen des 2022 von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine Sanktionen gegen den Sektor verhängt haben. Die Lieferung von Flugzeugen und Ersatzteilen an Russland ist verboten. Das führt dazu, dass viele Airlines im Land immer ältere Maschinen nutzen und außer Dienst gestellte Flugzeuge für Ersatzteile nutzen.Lesen Sie auchDie Staatsanwaltschaft hat nach dem Absturz ein Strafverfahren gegen die Fluggesellschaft Angara wegen des Verstoßes gegen Sicherheitsbestimmungen eingeleitet. Das Flugzeug selbst soll allerdings unmittelbar vor dem Abflug überprüft worden sein. Sicherheitsmängel wurden demnach nicht festgestellt.Korruption ist in Russland weitverbreitet. Oft werden Überprüfungen nur formell durchgeführt. Bereits in der Vergangenheit haben solche Nachlässigkeiten – oft einhergehend mit der Annahme von Bestechungsgeldern – zu schweren Unfällen geführt.dpa/ll/säd