Rohstoffe : Moderater Ölpreis23.07.2025, 17:35Lesezeit: 1 Min.Manche hatten befürchtet, die geopolitischen Dramen könnten den Ölpreis auf mehr als 100 Dollar je Barrel steigen lassen. Weit gefehlt.Die Befürchtung, dass die vielfältigen geopolitischen Krisen jetzt zu einer Phase mit hohen Ölpreisen und hoher Inflation führen, hat sich zumindest zunächst einmal nicht bestätigt.Öl gibt es auch jetzt nicht geschenkt. Aber im Vergleich zu den zum Teil dramatischen Prognosen auch mancher deutscher Kreditinstitute, dass die Straße von Hormus für den Öltanker-Verkehr gesperrt werden könnte und der Ölpreis dann schlagartig auf mehr als 100 Dollar steigen würde, sind die derzeitigen Ölpreise moderat. Sie bewegen sich in einem Band zwischen 60 und 70 Dollar.Sie sind sogar so tief, dass Amerikas Ölindustrie im Augenblick offenbar wenig motiviert ist, der Aufforderung von US-Präsident Donald Trump „Drill, Baby, drill“ nachzukommen und in neue Förderung zu investieren. Die Ölfördermengen in den Vereinigten Staaten scheinen nach den bis jetzt verfügbaren Zahlen sogar eher etwas rückläufig zu sein.Die Ölstaaten des Kartells OPEC plus hingegen wollen trotz des niedriges Preises ihre Fördermenge im August noch mal erhöhen.Das alles spricht gegen einen deutlichen Ölpreisanstieg in nächster Zeit, sollte es keine neuen politischen Eskalationen geben.Für Deutschland und den Euroraum bedeuten die gedämpften Ölpreise eine wieder etwas niedrigere Inflation von zuletzt 2,0 Prozent. Das ist für Verbraucher erfreulich.Als Indikator für die Verfasstheit der Weltwirtschaft dagegen signalisiert der Ölpreis derzeit noch einige Skepsis.
Moderater Ölpreis
Manche hatten befürchtet, die geopolitischen Dramen könnten den Ölpreis auf mehr als 100 Dollar je Barrel steigen lassen. Weit gefehlt.






