PfadnavigationHomePanoramaLeuteMedienbericht„Vogue“-Chefin Wintour hört nach 37 Jahren aufVeröffentlicht am 26.06.2025Lesedauer: 2 Minuten„Vogue“-Chefredakteurin WintourQuelle: Cinzia Camela/LPS via ZUMA PressStrenger Bob, Sonnenbrille, stets elegant gekleidet: Seit Jahrzehnten ist Anna Wintour die Grande Dame der „Vogue“. Jetzt hört die Chefredakteurin des einflussreichen Modemagazins Berichten zufolge auf.Anna Wintour hört als Chefredakteurin der US-Ausgabe der „Vogue“ auf - will aber auch künftig die Kontrolle über die redaktionellen Inhalte des Magazins behalten. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Donnerstag sagte, schafft Wintour eine Stelle als Leitung redaktioneller Inhalte, die sich um das Tagesgeschäft kümmern soll. Demnach bleibt Wintour Chief Content Officer für den Verlag Condé Nast und globale Redaktionsleiterin für „Vogue“. Die Person, die die neue Stelle übernimmt, werde direkt an Wintour berichten, hieß es aus informierten Kreisen weiter. Den Angaben zufolge gab Wintour die Änderung bei einer Konferenz mit Mitarbeitenden am Donnerstag bekannt. Die Nachricht schlug hohe Wellen in der Modewelt.Lesen Sie auchAls Chief Content Officer leitet Wintour auch weiterhin jedes Magazin von Condé Nast weltweit, darunter die amerikanische „Vogue“, „Wired“, „Vanity Fair“, „GQ“, „AD“, „Condé Nast Traveler“, „Glamour“, „Bon Appétit“, „Tatler“, „World of Interiors“ und „Allure“. Von der Queen in den Adelsstand erhobenDie gebürtige Britin gilt als eine der einflussreichsten Figuren der Mode- und Magazinwelt. Sie hatte 1988 die Leitung der „Vogue“ übernommen. Mit Bob-Haarschnitt und Sonnenbrille wurde sie weltweit bekannt. Zudem machte sie die jährliche New Yorker Met-Gala im Mai zu einem gesellschaftlichen Top-Ereignis.Wintour gilt zudem als Vorbild für die Hauptfigur des Romans „Der Teufel trägt Prada“ über eine tyrannische Magazinchefin. Das Buch der früheren „Vogue“-Mitarbeiterin Lauren Weisberger wurde 2006 verfilmt, Meryl Streep spielte darin die Hauptrolle.Im Jahr 2017 wurde Wintour von der britischen Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben, in diesem Februar zeichnete König Charles III. sie für ihre Verdienste mit einem Orden aus. Dabei versicherte Wintour dem König noch, sie wolle nicht bald in den Ruhestand gehen.Ein sehr kritisches Verhältnis wird Wintour zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt. Während der Corona-Pandemie hatte sie sich „entsetzt“ über Trumps Krisenmanagement geäußert und sich für seinen späteren Nachfolger Joe Biden stark gemacht.AFP/jmr