Es dauerte nicht lange, da meldete sich nach dem Militärschlag der USA auf Iran am vergangenen Wochenende auch die venezolanische Regierung zu Wort. Man verurteile die „militärische Aggression“ der Vereinigten Staaten, hieß es aus Caracas. Außerdem fordere man die „sofortige Einstellung der Feindseligkeiten“. Verwunderlich ist das erst einmal nicht, schließlich ist das Regime von Nicolás Maduro seit Jahrzehnten bitter mit den „Imperialisten in Washington“ verfeindet. Dort wiederum hat man sogar ein Kopfgeld auf den Präsidenten ausgelobt: 25 Millionen US-Dollar Belohnung für alle Hinweise, die zur Ergreifung des venezolanischen Diktators dienen.
Doch es gibt noch einen weiteren Grund für das energische Verurteilen des Angriffs der USA auf Iran. Denn so schlecht man sich in Caracas auch mit Washington verstehen mag, so ausgezeichnet sind die Beziehungen mit Teheran. Zwar trennen etwa 12 000 Kilometer die beiden Länder, dazu gibt es sprachliche, religiöse und kulturelle Barrieren. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten, angefangen beim Erdölreichtum bis zum Hass auf die Vereinigten Staaten. Zusammen haben die beiden Länder in den vergangenen Jahren versucht, die von Washington verhängten Wirtschaftssanktionen zu umgehen.






