Fürs Drumherum können die deutschen Basketballerinnen selbstverständlich nichts. Sie waren Anfang der Woche mit mächtig Bock im Gepäck nach Athen geflogen, wo sie nach erfolgreicher Vorrunde in Hamburg ihr EM-Viertelfinale spielen sollten. Doch als es dann gegen Belgien ging, war die riesige Halle im Hafen-Vorort Piräus nicht mal zu einem Zehntel gefüllt. Wo sonst 12 000 Griechen in der Euroleague Getöse wie beim Landeanflug einer Boeing verursachen, hatten sich nur etwa 1000 Zuschauer eingefunden. Eine Atmosphäre, die selbst der deutsche Basketball-Bund (DBB) im Nachbericht auf seiner Webseite als „merkwürdig“ bezeichnete.
Der deutsche Frauenbasketball glaubte solche Tristesse eigentlich hinter sich, man will rein in die Köpfe und Herzen des Publikums – da ist es schon blöd, wenn das Publikum dann lieber am Strand die Gyrosläden beehrt. Andererseits: Viel gab es rein sportlich auch nicht zu sehen von der Auswahl der Bundestrainerin Lisa Thomaidis, die beim 59:83 (36:41) den Belgierinnen in allen wesentlichen Aspekten des Spiels unterlegen war. Und das müssen sich die Deutschen dann schon ankreiden lassen, schließlich sollte bei dieser EM endlich wieder eine Medaille her. Die letzte ist eine halbe Ewigkeit her, Bronze 1997.







