PfadnavigationHomePanoramaMesserattacken„Wir müssen aufpassen, dass kein Krieg im eigenen Land losbricht“, sagt der Arche-GründerVeröffentlicht am 30.06.2025Lesedauer: 2 MinutenBernd Siggelkow ist Gründer und Vorsitzender der Kinderstiftung „Die Arche“. In einer Videobotschaft sagt er: „Es darf nicht sein, dass überhaupt mit Messern herumgelaufen wird.“ Zugleich plädiert er für bessere Aufklärung, Prävention und viel mehr Sicherheit.Der Gründer des Hilfswerks Arche warnt vor dem Konfliktpotenzial, wenn unterschiedliche Kulturen aufeinanderprallen. Lebensbedrohliche Messerattacken beträfen überwiegend Jugendliche, „die häufig keine Perspektive sehen“.Berlin plant für den Nahverkehr ab Sommer ein Waffen- und Messerverbot. Laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) wird der Senat CDU und SPD noch im Juni die gesetzliche Grundlage beschließen. Für den Gründer des Hilfswerks Arche, Bernd Siggelkow, ist diese Maßnahme nicht ausreichend. „Es darf nicht sein, dass überhaupt mit Messern herumgelaufen wird“, sagt er in einer Video-Botschaft und plädiert für bessere Aufklärung, Prävention und viel mehr Sicherheit. „Damit wir nicht in einen Krieg geraten, den wir nicht gewinnen können.“­­­Lebensbedrohliche Messerattacken beträfen überwiegend Jugendliche, „die häufig keine Perspektive für ihre eigene Zukunft sehen, und leider auch viele geflüchtete Menschen, die in unser Land gekommen sind“. Man müsse sich Gedanken machen, so Siggelkow, wie diese jungen Menschen erreicht werden könnten.„Wenn wir an der falschen Stelle sparen, machen wir uns selbst kaputt“„Wir können es uns nicht erlauben, dass immer mehr Jugendeinrichtungen geschlossen und Lehrkräfte reduziert werden, weil nicht mehr ausreichend Geld zur Verfügung gestellt wird“, mahnt er und weiter: „Wenn wir an der falschen Stelle sparen, machen wir uns selbst kaputt.“ „Wir müssen natürlich die Kriegssituation in Europa und der Welt, die uns allen große Sorgen bereitet, weiter im Blick haben.“ Siggelkow warnt davor, dass im eigenen Land ein Krieg ausbreche, „wenn unterschiedliche Kulturen aufeinanderstoßen, die sich nicht mehr verstehen“.Lesen Sie auchAnfang des Jahres hatte sich der Gründer des christlichen Kinder- und Jugendwerks bereits zu Wort gemeldet und vor einer Überlastung von Hilfsorganisationen wie der Arche gewarnt. Er forderte eine Wende in der Migrationspolitik.Lesen Sie auchDie Polizei beobachtet bundesweit und in Berlin eine Zunahme von Messerangriffen im öffentlichen Raum. Laut Kriminalstatistik wurden in der Hauptstadt im vergangenen Jahr insgesamt 3412 Fälle erfasst. Mehr als die Hälfte der Messerangriffe (51,7 Prozent, 1765 Fälle) erfolgten demnach in der Öffentlichkeit.Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2024 29.014 Straftaten registriert, bei denen ein Messer als Tatmittel eingesetzt oder mitgeführt wurde. Dies stellt einen neuen Höchststand seit Beginn der systematischen Erfassung solcher Delikte dar.jm