Der Klimawandel führt zu eher südländischen Sommertemperaturen in Bayern. Dadurch fühlen sich auch exotische Tierarten im Freistaat wohler und breiten sich aus, so auch die Asiatische Tigermücke. Sie ist Überträgerin verschiedener Tropenkrankheiten, wie des Zika- oder des Dengue-Fiebers. Um das Risiko für eine Infektion im Freistaat gering zu halten, hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nun sein Programm zur Überwachung der Ausbreitung der Tigermücke ausgeweitet.
Dazu haben verschiedene Landkreisverwaltungen in ganz Bayern insgesamt 34 Stechmückenfallen des LGL aufgestellt. Die Fallen stehen in den Landkreisen Rosenheim, Memmingen, Schweinfurt, Nürnberg und neuerdings auch in Nürnberg am Binnenhafen und in Passau. Wenn die Kreisverwaltungen Mücken gefangen haben, schicken sie diese ans LGL. Das bestimmt dann die gefangenen Insekten und warnt die örtlichen Behörden, falls es eine Tigermücken-Population entdeckt hat. Diese können dann am Ort Bekämpfungsmaßnahmen einleiten. Nürnbergs Nachbarstadt Fürth betreibt schon ein eigenes Tigermücken-Monitoring in Zusammenarbeit mit einem privaten Dienstleister.
Die Tigermücke ist offenbar auf dem Vormarsch, denn wie Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) erläutert: „Bayernweit wurden im vergangenen Jahr in 17 Landkreisen Exemplare der Asiatischen Tigermücke gefunden.“ Die Tiere vermehren sich in Fürth, Würzburg und München auch schon lokal. Das erkennt man laut LGL daran, dass dort erste gefundene Populationen schon im Register eingetragen waren, also die kalten Wintermonate überlebt haben.






