PfadnavigationHomeRegionalesHamburgKokain-Schmuggel„Deutliche Warnung, dass auch Hamburg ins Visier der Drogenkartelle geraten könnte“Veröffentlicht am 25.06.2025Lesedauer: 2 MinutenAuf Frachtern, die Hamburg aus Südamerika erreichen, wird das Kokain in den Hafen gebrachtQuelle: Lars BergÜber den Hamburger Hafen wird Kokain ins Land geschmuggelt. Der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher sorgt sich um die Sicherheit. Man wolle auch mit einer „schlagkräftigen Polizei“ dagegenhalten.Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sorgt sich mit Blick auf steigende Kokainfunde um die Sicherheit in der Hansestadt. „Wir haben mit dem Drogenschmuggel ein ernstes Problem. Der Hafen ist in dieser Hinsicht ein Risikofaktor für die innere Sicherheit. Hamburg ist der größte Seehafen Deutschlands und damit für die Drogenmafia ein attraktives Einfallstor“, sagte der SPD-Politiker im Interview mit der „Zeit“.Der Hamburger Hafen ist der Brennpunkt des Kokainschmuggels in Deutschland. Nach Angaben des Zolls wurden im Jahr 2023 dort 35 Tonnen sichergestellt. Zuletzt hatten die drei Hafenstädte Rotterdam, Antwerpen und Hamburg ihre Kooperation im Kampf gegen Drogenschmuggel und organisierte Kriminalität verstärkt.Lesen Sie auch„Dabei haben mir die Kollegen über die massiven Folgen des Drogenschmuggels in ihren Städten berichtet. Deren deutliche Warnung war, dass auch Hamburg ins Visier der Drogenkartelle geraten könnte“, sagte Tschentscher.Trotz der zunehmenden Drogenfunde bleibt der 59-Jährige optimistisch. „Für Hamburg bin ich zuversichtlich, weil wir früher als andere begonnen haben, uns um das Problem zu kümmern, und weil wir eine schlagkräftige Polizei haben.“ Es habe früher schon Phasen gegeben, in denen etwa die Reeperbahn stark von organisierter Kriminalität betroffen war. „Damals wurden die Strukturen erfolgreich bekämpft. Das muss jetzt wieder gelingen.“Lesen Sie auchDer Zoll hatte erst kürzlich im Hamburger Hafen fast 600 Kilogramm Kokain im Straßenverkaufswert von rund 24 Millionen Euro sichergestellt. Die Drogen seien auf einer Palette in einem Fruchtcontainer aus Südamerika entdeckt worden, teilte der Zoll mit. Der gezielten Durchsuchung des Containers vorangegangen war den Angaben zufolge ein Behördenhinweis aus der Dominikanischen Republik. Festnahmen gab es zunächst keine, der Zoll sieht aber einen möglichen Zusammenhang mit einem Drogenfund Ende 2024 in Sachsen. Mitte November 2024 hatten Drogenfahnder im sächsischen Grimma (Landkreis Leipzig) 590 Kilogramm Kokain in Bananenkisten entdeckt. Der Betrieb hatte die Polizei informiert, weil auf zwei Paletten mit Bananenkisten verdächtige Päckchen zu sehen waren.Der Leiter des Hamburger Zollfahndungsamts Hamburg, Nils Gärtner, sagte zum jüngsten Drogenfund: „Die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit spielt bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität eine wichtige Rolle und führt auch in diesem Fall zu einer beachtlichen Sicherstellung.“ Seine Behörde führe im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg die weiteren Ermittlungen.jlau
Kokain-Schmuggel: „Deutliche Warnung, dass auch Hamburg ins Visier der Drogenkartelle geraten könnte“ - WELT
Über den Hamburger Hafen wird Kokain ins Land geschmuggelt. Der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher sorgt sich um die Sicherheit. Man wolle auch mit einer „schlagkräftigen Polizei“ dagegenhalten.






