PfadnavigationHomePanoramaTrotz FinanzhilfeÜber fünf Milliarden Euro für Krankenkassen – Beitragserhöhungen dennoch möglichVeröffentlicht am 24.06.2025Lesedauer: 2 MinutenTrotz Finanzhilfe des Bundes könnten die Krankenkassenbeiträge für Millionen Versicherte weiter steigen.Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpaDer Bund will die gesetzlichen Krankenkassen mit zusätzlichen Milliarden-Darlehen stützen. Die Entlastung reicht aber voraussichtlich nicht aus, um neue Beitragserhöhungen 2025 zu verhindern. Gesundheitsministerin Warken hofft auf Nachbesserungen im Bundestag, um Versicherte weiter zu entlasten.Die gesetzlichen Krankenversicherungen sollen mit zusätzlichem Geld des Bundes gestützt werden - neue Beitragsanhebungen sind damit aber noch nicht vom Tisch. Konkret sieht der Entwurf laut Bundesgesundheitsministerium vor, dass die Gesetzliche Krankenversicherung durch zwei neue Darlehen und die spätere Rückzahlung eines alten Darlehens übergangsweise um 5,6 Milliarden Euro entlastet wird. Die Darlehen sind ab 2029 schrittweise zurückzuzahlen. Außerdem soll der Anteil des Bundes am Krankenhaustransformationsfonds nicht von den Kassen, sondern aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität finanziert werden. Damit werde die Krankenversicherung über 10 Jahre von jährlich 2,5 Milliarden Euro entlastet, die ihr aufgebürdet werden sollten.Dadurch könne die Finanzlücke für 2026 wohl auf vier Milliarden Euro reduziert werden, hieß es weiter. Das reiche aber noch nicht, um Beitragssteigerungen im neuen Jahr zu verhindern. Grund seien extrem stark steigende Ausgaben.Die Finanzspritzen kommen zusätzlich zum regulären Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro. Wegen steigender Kosten waren die Zusatzbeiträge, die die Kassen jeweils für ihre Versicherten festlegen, zu Jahresbeginn bereits auf breiter Front gestiegen.Lesen Sie auchMinisterin setzt noch auf den BundestagRessortchefin Nina Warken (CDU) sagte, die Etat-Einigung der Regierung zeige die Handlungsfähigkeit der Koalition in schwierigen Zeiten. „Trotzdem ist uns bewusst, dass dieser Haushaltsentwurf nicht das letzte Wort sein kann. Ich setze dabei aufs parlamentarische Verfahren.“ Sie sei sich mit Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) einig, dass Beitragserhöhungen verhindert werden müssten, um den Wirtschaftsaufschwung nicht zu gefährden. Mit den zugesagten Darlehen werde das kaum gelingen, betonte Warken.Für die Pflegeversicherung sehen die Haushalts-Eckpunkte vor, dass der Bund zwei nicht zu verzinsende Darlehen gibt – 500 Millionen Euro für 2025 und für 2026 nochmals 1,5 Milliarden Euro. Für dieses Jahr könne die Finanzlage der Pflegeversicherung damit voraussichtlich stabilisiert werden. Für 2026 seien aber „zusätzliche Finanzierungselemente“ notwendig, um die Beitragssätze konstant zu halten, denn es fehlten mindestens weitere zwei Milliarden Euro.AFP/kna/ceb