Lars Klingbeil hat seinen Zuversichts-Panzer angezogen. Er soll ihn schützen vor den Angriffen der sächsischen Jusos, die nun auf dem SPD-Landesparteitag in Dresden die Bühne betreten, einer nach dem anderen, und dem Parteichef ihre Meinung entgegen schmettern. „Nach diesem Wahlergebnis wäre radikale Selbstkritik erforderlich gewesen“, ruft Hannah Lilly Lehmann, Vorsitzende der Leipziger Jusos. Stattdessen: „billige Machtmanöver“, „fehlende Demut“, „Taschenspielertricks“. Da hat sich ganz offensichtlich etwas angestaut, seit Klingbeil im Februar die historische Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl zu verantworten hatte und danach dennoch alle Macht auf sich vereinte. „Lars, du willst Verantwortung übernehmen. Dann fang damit an!“