Gegen 17 Uhr ist das Fest richtig gut in Gang gekommen, die Tanzfläche voll, alle Tische besetzt, mangels Platz verlagert sich die Menge auch schon deutlich das Stephansbergerl hinab Richtung Pestalozzistraße. Beim lesbischen Straßenfest auf dem Stephansplatz am Samstag hat sich die queere Community von ihrer feierlustigsten Seite gezeigt.
Zum vierten Mal fand das Fest heuer am Alten Südlichen Friedhof statt, nachdem der ehemalige Veranstaltungsort in der Angertorstraße nicht mehr zur Verfügung gestanden hatte. Seitdem wird das Fest von einer Bürgerinitiative veranstaltet, die dabei auch finanziell ins Risiko geht: kein Eintritt, die Preise zivil, aber der Aufwand trotzdem nicht geringer. Einige 100 Menschen feierten bis in den Abend hinein – die Quote zwischen Frauen und Männern könnte auf etwa 80 zu 20 geschätzt werden.
Die Veranstalterinnen wollen mit ihrem Fest die Sichtbarkeit der lesbischen Gemeinschaft in München verbessern – im Gegensatz zu ihrem schwulen Gegenüber sind die Frauen wie so oft auch hier sehr viel leiser und unauffälliger.
Die Frauen waren unübersehbar in der Überzahl.
(Foto: Stephan Rumpf)






