Die Flügeltüren zum Kaisersaal in der Münchner Residenz fliegen auf, der Einzug des bayerischen Ministerpräsidenten beginnt. Aber wo bleibt der Defiliermarsch? Und wer ist eigentlich die zierliche Frau, die es sich da erlaubt, zeitweise einen ganzen Schritt vor Markus Söder zu laufen? Das ist, wie Landtagspräsidentin Ilse Aigner später in ihrer Laudatio erklärt, niemand Geringeres als „die starke Frau Europas“.

Maia Sandu wird am Samstagmittag von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Franz-Josef-Strauß-Preis geehrt – als „Symbolgestalt für demokratischen, rechtsstaatlichen und westlich orientierten Wandel“, so steht es direkt neben Strauß' imposantem Charakterkopf auf der weiß-blauen Urkunde. Die Präsidentin der Republik Moldau hat ihr kleines, von Armut gebeuteltes Land entschlossen in Richtung Europa geführt, obwohl Putins Russland genau das ebenso entschlossen verhindern wollte, zum Beispiel mit großflächiger Wahlmanipulation.

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