Ziemlich genau ein Jahr ist es her, da fand die „EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur“ doch noch eine Mehrheit. Handstreichartig stimmte die damalige österreichische Umweltministerin Leonore Gewessler der Verordnung zu. Im Kreis der EU-Staaten war damit die Mehrheit in letzter Minute gesichert, Österreich dagegen stürzte der Vorstoß der grünen Ministerin in eine Koalitionskrise. Dieser Tage erst hat der Naturschutzbund Österreich den 17. Juni zum „Tag der Renaturierung“ erklärt – denn Naturschützer feiern das Gesetz. Viele Landwirte dagegen weniger.
Und für die ziehen nun neun Unionslandwirtschaftsminister ins Feld. In einem Brief an die EU-Kommission verlangen sie nicht weniger als die Abschaffung des neuen Gesetzes.
Die Verordnung ist schon in Kraft getreten
„Angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen wie steigende Zölle auf Agrarprodukte, zunehmende Risiken durch eine europaweite Dürre sowie der Bedeutung einer souveränen europäischen Lebensmittelversorgung, halten wir diese Verordnung in ihrer jetzigen Form für kontraproduktiv“, heißt es in dem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
Wobei kontraproduktiv durchaus wörtlich gemeint sein dürfte: Denn gerade auf die intensive Landwirtschaft dürften mit der Verordnung Einschnitte zukommen.







