Demmin/Siedenbrünzow (dpa/mv) - Nach dem Messerangriff einer Frau auf Polizisten und einen Notarzt in Siedenbrünzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird nicht gegen die eingesetzten Beamten ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg sieht laut eigener Aussage keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten.

Gegen die 20-Jährige laufen hingegen Ermittlungen wegen „tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen, begangen im besonders schweren Fall, sowie wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung“, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Die Frau wurde am Pfingstmontag nach ihrem Angriff von Beamten mit zwei Schüssen verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Nach den bisherigen Ermittlungen bestehen demnach keine Anhaltspunkte für eine Straftat der eingesetzten Polizeibeamten, teilte die Sprecherin mit.

Mann fühlte sich von Besucherin bedroht

Die 20-Jährige war am 9. Juni zu Gast bei einem Mann in einem Mehrfamilienhaus, als dieser sich von ihr bedroht fühlte und die Rettungsleitstelle anrief, wie eine Sprecherin der Polizeiinspektion in Neubrandenburg zuletzt mitteilte.