PfadnavigationHomePanoramaBerlin„Nicht kindgerechte Politisierung“ – Eltern klagen gegen Regenbogenflagge in SchulhortVeröffentlicht am 23.06.2025Lesedauer: 2 MinutenDie „Progress Pride Flag“Quelle: REUTERS/Gabriel V. CardenasIn einem Schulhort in Berlin hängt eine Regenbogenflagge – dagegen klagen die Eltern einer Schülerin. Sie sehen in der Fahne eine „nicht kindgerechte Politisierung“ und verweisen auf die Neutralitätspflicht des Staates.Gegen eine sogenannte „Progress Pride Flag“ in einem Berliner Schulhort haben Eltern einer Schülerin geklagt. Angeklagt ist die Berliner Senatsbildungsverwaltung als Schulaufsicht der Grundschule im Bezirk Treptow-Köpenick, wie das Berliner Verwaltungsgericht am Mittwoch mitteilte. Die Eltern berufen sich den Angaben zufolge auf eine Neutralitätspflicht des Staates im Rahmen seines Bildungsauftrags und halten das Aufhängen der Flagge der queeren Bewegung in einem Hortraum für eine „nicht kindgerechte Politisierung“.Für den 25. Juni ist dazu vor Gericht eine mündliche Verhandlung geplant. Ein Urteil werde für denselben Tag erwartet, sagte eine Gerichtssprecherin.Lesen Sie auchDie „Progress Pride Flag“ ist die um weitere Farben ergänzte ursprüngliche Regenbogenflagge der queeren Community. Die Ergänzung um schwarze und braune Keile stehen für weitere queere Communitys wie „People of Color“.Die zusätzlichen Farben weiß, hellblau und rosa sollen die Trans-Community symbolisieren. Ein gelber Pfeil mit einem lilafarbenen Kreis in der Mitte steht für intersexuelle Menschen, also Menschen, die bei der Geburt nicht eindeutig als männlich oder weiblich identifiziert werden können.AfD will Regenbogenflaggen an staatlichen Gebäuden verbietenIn Bayern wollte die AfD per Gesetz das Hissen der Regenbogen- und der EU-Flagge vor öffentlichen Gebäuden und sonstigen staatlichen Einrichtungen verbieten. Ein Gesetz über das Beflaggen öffentlicher Gebäude solle festlegen, dass „ausschließlich die Bundesflagge, die bayerische Staatsflagge sowie die Flagge der jeweiligen Kommune gehisst oder angebracht werden dürfen“, heißt es in einem entsprechenden Gesetzesantrag der Fraktion vor einigen Tagen im Landtag.Lesen Sie auchBereits bei der ersten Aussprache im Parlament erhielt der Antrag von allen anderen Fraktionen ausnahmslos massive Kritik. „Es ist schon erstaunlich wie eine kleine bunte Flagge die Gemüter einiger weniger erhitzen kann“, sagte Doris Rauscher (SPD). Auch die Redner von CSU und Freien Wählern machten unmissverständlich klar, dass sie die gesetzlichen Verbote für falsch hielten, da dadurch das Land weiter gespalten werde.Florian Siekmann von den Grünen wertete die Pläne der AfD als erneuten Versuch, die queere Community im Land aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Er verwies zudem auf die Geschichte der Regenbogenflagge, welche 1525 bei den Bauernkriegen als Symbol gegen Unterdrückung und für den Wunsch nach Freiheit von Bauern ausgewählt wurde.epd/dpa/coh
Berlin: „Nicht kindgerechte Politisierung“ – Eltern klagen gegen Regenbogenflagge in Schulhort - WELT
In einem Schulhort in Berlin hängt eine Regenbogenflagge – dagegen klagen die Eltern einer Schülerin. Sie sehen in der Fahne eine „nicht kindgerechte Politisierung“ und verweisen auf die Neutralitätspflicht des Staates.







