„Sie sind nett, intelligent und sympathisch“, schrieb Josée de Chambrun über die Deutschen in ihr Tagebuch, und an anderer Stelle: Eine Wagner-Aufführung in der Paris Oper sehe „Franzosen und Deutsche in der Musik vereint“. Die junge Frau, die so für die deutschen Besatzer schwärmte, war die Tochter von Pierre Laval (1883–1945), dem Ministerpräsidenten der Regierung von Vichy. Bildschön, eloquent und elegant, war sie einer der bekanntesten Gesellschaftsdamen Frankreichs, noch während des Krieges sieht man sie auf Bällen, Empfängen der neuen Herren, Pferderennen.