Natürlich sind jetzt wieder alle schön am Rummotzen. Die Spieler sind nach der langen Saison doch viel zu müde. Der Rahmenterminkalender zu voll. Der Rasen zu trocken. Das Publikum übersättigt. Die Ergebnisse zu oft torlos. Die Amerikaner gerade eh nicht so in Fußballstimmung. Nichts davon ist falsch. Aber in dieses durchaus nachvollziehbare Konzert der Nörgler hinein, darf man vielleicht auch mal ganz vorsichtig sagen: Bei Fluminense, einem der großen Klubs aus Rio de Janeiro, haben sie sich auf diese Klub-WM schon auch ein bisschen gefreut.
Nach dem 0:0 gegen Borussia Dortmund zum Turniereinstieg dürfte sich daran auch wenig geändert haben. Die Brasilianer waren über die gesamte Spielzeit hinweg das aggressivere und das bessere Team. Hätten Angreifer Jhon Arias und Mittelfeldmann Nonato nicht allerbeste Chancen gegen den stark reagierenden BVB-Torhüter Gregor Kobel ausgelassen, hätte dieser Tag für Dortmund übel enden können. Die Mannschaft von Trainer Nico Kovac trat rund einen Monat nach dem spektakulären Liga-Endspurt ein bisschen so auf, als bestreite sie ein Saisonvorbereitungsspiel gegen Saarbrücken oder Havelse. Für Fluminense war es eindeutig der WM-Auftakt gegen Dortmund.









