PfadnavigationHomeRegionalesHamburgKulturPolitik befasst sich mit Ballett-KriseVeröffentlicht am 17.06.2025Lesedauer: 2 MinutenSilvia Azzoni in der Titelrolle des Balletts „Die kleine Meerjungfrau" von John Neumeier, das anstelle einer „Demian“-Premiere von Demis Volpi die Ballett-Tage am 6. Juli eröffnetQuelle: Sebastian Widmann/dpaDer Kulturausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat heute mit den Stimmen aller vertretenen Parteien beschlossen, sich in seiner Juli-Sitzung mit der Krise des Hamburg Ballett John Neumeier zu befassen. Nach dem Ende der Ära Neumeier und dem Rauswurf des Neumeier-Nachfolgers Demis Volpi sind viele Fragen offen.Der Kulturausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat heute in seiner konstituierenden Sitzung der laufenden Legislaturperiode unter dem neuen Vorsitzenden Arne Platzbecker (SPD) einstimmig beschlossen, sich in der zweiten Sitzung im Juli mit der Krise des Hamburg Balletts zu befassen. Nach dem Rauswurf des Neumeier-Nachfolgers Demis Volpi, der erst vor neun Monaten sein Amt angetreten hatte, durch den Aufsichtsrat der Staatsoper unter Leitung von Kultursenator Carsten Brosda (SPD) sind viele Fragen offen. Wann wird ein neuer Intendant gesucht?Unklar ist beispielsweise, unter welchen Vorzeichen und wann ein neues Bewerbungsverfahren für den Posten des Ballett-Intendanten durch die Stadt gestartet wird. Ferner besteht ein Interesse daran, aufzuklären, wie es zum spektakulären Scheitern der ersten Neumeier-Nachfolge kam. Volpi, der den Übergang von den Neumeier-Balletten zu neuen und modernen Choreografien gestalten sollte, war nach anfänglichen Erfolgen in die Kritik der Tänzerinnen und Tänzer der eigenen Compagnie geraten.In der Folge wurde an der Staatsoper eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Die Einschätzung ihrer Ergebnisse führte nach einer Bewertung durch den Betriebsrat, die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat zur Entlassung. Das etabliert die Krise beim Hamburg Ballett für die kommenden Monate, wenn nicht Jahre. Ohne einen ambitionierten und etablierten Choreografen an der Spitze wird eine qualifizierte Erneuerung und Erweiterung des Repertoires der Truppe nicht gelingen. „Die kleine Meerjungfrau“ statt „Demian“ zum Auftakt der BalletttageVorläufig greift das Ballett in Ermangelung neuer Volpi-Choreografien zur Eröffnung der Ballett-Tage am 6. Juni auf „Die kleine Meerjungfrau“ von John Neumeier zurück, der das Stück in einer Neufassung präsentieren wird. Die „Nijinsky-Gala L“, also die 50. Gala zum Abschluss der aktuellen Saison am 20. Juli hat ohnehin John Neumeier gestaltet – auf Einladung seines ehemaligen Nachfolgers Demis Volpi.
Kultur: Politik befasst sich mit Ballett-Krise - WELT
Der Kulturausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat heute mit den Stimmen aller vertretenen Parteien beschlossen, sich in seiner Juli-Sitzung mit der Krise des Hamburg Ballett John Neumeier zu befassen. Nach dem Ende der Ära Neumeier und dem Rauswurf des Neumeier-Nachfolgers Demis Volpi sind viele Fragen offen.







