Der italienische Kaffeekonzern Lavazza soll an dem Münchner Familienunternehmen Dallmayr interessiert sein. Das berichtete die italienische Tageszeitung Corriere della Sera am Samstag, ohne anzugeben, worauf sie sich bei dieser Informationen stützt. Lavazza wollte auf Anfrage dazu keine Stellung nehmen. Bedeckt hielt sich auch Dallmayr: „Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu Gerüchten über unser Unternehmen“, sagte eine Sprecherin.
Dem Zeitungsbericht zufolge stecken die offenbar von der US-Investmentbank Goldman Sachs geführten Verhandlungen noch in einem frühen Stadium. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund steigender Preise für den Rohstoff Kaffee statt, die Hersteller unter Druck setzen. Allein 2024 sind sie im Schnitt um 70 Prozent gestiegen. Dem Bericht nach könnte ein möglicher Zusammenschluss über einen Austausch von Anteilen erfolgen, durch den der deutlich größere Lavazza-Konzern die Mehrheit an Dallmayr übernehmen würde.
Münchnerinnen und Münchner kennen Dallmayr vor allem als Delikatessengeschäft mit Sitz an der Dienerstraße mitten in der Altstadt. Das um 1700 gegründete Unternehmen ist aber auch eine der bekanntesten deutschen Kaffeeröstereien. Mehr als 75 000 Tonnen Röstkaffee werden nach Unternehmensangaben jährlich an fünf Standorten in Deutschland produziert. Verkauft wird der Kaffee im Lebensmittelhandel oder direkt an Hotels, Bars und Restaurants. Neben Kaffee verkauft Dallmayr unter anderem auch Tee und Kakao. Kaffee spielte erst von 1933 an eine größere Rolle.






