PfadnavigationHomePanoramaBrandenburgAntisemitischer Beitrag bei Facebook sorgt für Empörung – Polizei ermitteltVeröffentlicht am 17.06.2025Lesedauer: 2 MinutenMit einem Posting, dass Israelis und Juden Hausverbot erteilt, hat sich eine Schneiderei in Brandenburg Ärger eingehandelt. Der Inhaber versichert, dass das Posting nicht von ihm stamme.Ein antisemitischer Eintrag auf Facebook hat eine Änderungsschneiderei in Brandenburg in Bedrängnis gebracht – doch der Betreiber beteuert, nichts damit zu tun zu haben. Mehmet Uyar, der mit seinem, Vater zwei Schneidereien mit Reinigungen in Kleinmachnow und Calau betreibt, sagte, die Internetseite sei gehackt worden. „Wir sind Geschäftsleute, jeder wird bedient. Da schaue ich doch nicht, wo er herkommt und welche Herkunft er hat.“ Zuvor hatte die „Bild“ über den Facebook-Post berichtet.Uyar sagte am Abend, er habe den Post am Sonntagnachmittag gesehen und gelöscht. In dem Beitrag, der etliche Schreibfehler aufwies, hieß es, es dürfe kein Jude mehr eintreten, Juden und Israelis hätten Hausverbot. Erwähnt ist in den Sätzen auch: „Nämlich wir wollen Frieden haben keine Krieg (...).“ Uyar, der ein Geschäft in Calau im Süden Brandenburgs betreibt, sagte noch, die Facebook-Seite laufe über sein Handy.Sein Vater Osman Uyar hatte zuvor der „Bild“-Zeitung gesagt: „Ich war das nicht. Mein Sohn hat das geschrieben. Ich habe ihn sofort angerufen, nachdem die Polizei da war, ich habe erst heute davon erfahren“ Sein Sohn sprach hingegen von einem Missverständnis.Betreiber spricht von ausländerfeindlichem MotivAuf der Instagram-Seite der Änderungsschneiderei war am Montagabend dann zu lesen: „Seit ein, vielleicht auch zwei Tagen ist meine Facebook-Seite von Neidern gehackt worden, die mich aus Calau vertreiben wollen.“ Der Beitrag war bei den sogenannten Instagram-Stories zu lesen, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Lesen Sie auchUnd weiter: „Ich bin weit entfernt davon ein Antisemit zu sein. Genau so wenig wie mein Vater, der unsere andere Niederlassung in Kleinmachnow betreibt. Nach unserer Wahrnehmung handelt es sich dabei um eine Diffamierung die aus einem ausländerfeindlichen Motiv gemacht wurde.“Lesen Sie auchDer Beauftragte gegen Antisemitismus in Brandenburg, Andreas Büttner, teilte den Post bei der Plattform X und schrieb: „Gestern ging diese Meldung viral.“Die Fachstelle Antisemitismus Brandenburg und er hätten dem Inhaber des Geschäfts einen Brief geschrieben. Büttner bei X: „Er rief mich daraufhin an, um mir mitzuteilen, dass sein Konto gehackt worden sei und er in Kleinmachnow und Calau 60 % jüdische Kunden habe…..hmmmm.“Laut „Bild“ nahm die Polizei wegen des Facebook-Posts Ermittlungen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung auf. Mit der Person, die den Text nach derzeitigen Polizei-Erkenntnissen verfasst und veröffentlicht haben soll, soll eine sogenannte Gefährderansprache durchgeführt werden, so die Polizei weiter. Dabei kontaktiert die Polizei eine Person, um mit ihr über mögliche rechtliche Konsequenzen des Verhaltens zu sprechen.dpa/kami