PolitikAuslandFAZ+Luftschläge in Iran : „Zuerst dachten wir, Israel greift nur das Regime an“16.06.2025, 10:14Lesezeit: 4 Min.Anfangs gab es unter Regimegegnern vielleicht noch heimliche Freude über den Tod der Militärführung. Doch die ist längst in Angst und Wut umgeschlagen. Ein Stimmungsbild aus Teheran.Auf den Straßen raus aus Teheran bilden sich seit Sonntagabend kilometerlange Staus. Wer es sich leisten kann, verlässt die iranische Hauptstadt Richtung Kaspisches Meer. Dort haben viele Teheraner ein Ferienhaus. Doch das Benzin für die Autofahrt ist nicht leicht zu bekommen. „Selbst morgens um drei Uhr stehen die Leute an den Tankstellen Schlange“, berichtet Hossein, der gerade seine Frau und seine Kinder in das 300 Kilometer entfernte Rascht gebracht hat. Er selbst muss aus beruflichen Gründen zurück in die Hauptstadt. „Die Lage in Teheran war wirklich beängstigend“, sagt er am Telefon. Die Wohnung der Familie liegt im Nordwesten der Stadt, wo die Mittel- und Oberschicht wohnt. Ganz in der Nähe hatte Israel am Freitag einen der Atomwissenschaftler in seiner Wohnung getötet.
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