In Indien hat sich eines der schwersten Flugzeugunglücke der vergangenen Jahrzehnte ereignet. Eine Boeing 787 der Air India stürzte nur wenige Sekunden nach dem Start vom Flughafen Ahmedabad in ein Wohngebiet. An Bord waren laut Air India 242 Menschen. Über die genaue Zahl der Opfer gibt es bisher keine Angaben.

Die Maschine war als Air-India-Flug 171 nach London-Gatwick eingeteilt und hob in Ahmedabad gegen 13.38 Uhr Ortszeit am Donnerstag ab. Ein Video zeigt, wie die Maschine in einer Höhe von nur etwa 200 Metern über die Stadt fliegt, dann langsam an Höhe verliert und in einem riesigen Feuerball aufgeht. Aufzeichnungen des Flugportals Flightradar 24 zeigen, dass die Crew für den Start nicht bis zum Ende der Bahn gerollt war, sondern nur einen Teil der Piste nutzte. Es ist allerdings unklar, ob zwischen der kurzen Startdistanz und dem Unfall ein Zusammenhang besteht.

Air India blieb lange von Unfällen verschont

Die 787 ist neben der 777 eines von derzeit aktuell zwei angebotenen Langstreckenmustern Boeings. Der Unfall ist der erste tödliche Absturz überhaupt einer Boeing 787, seit der Typ 2011 bei All Nippon Airways (ANA) in Dienst gestellt wurde. Die 787 konkurriert mit dem Airbus A350 und ist kommerziell extrem erfolgreich. Airlines weltweit haben knapp 2600 der Maschinen fest bestellt, zuletzt konnte Boeing große Aufträge von Qatar Airways und Etihad einsammeln. Auch die Lufthansa hat die 787 bestellt und setzt derzeit fünf der Maschinen ein.