PfadnavigationHomePanoramaZehn Tote in Graz„Er schoss so oft auf die Klassentür, bis er sie öffnen konnte“ – Ermittler rekonstruieren AmoklaufVeröffentlicht am 15.06.2025Lesedauer: 2 MinutenEs ist der wohl schlimmste Amoklauf in der Geschichte Österreichs: Zehn Menschen kamen ums Leben, als an einem Grazer Gymnasium ein ehemaliger Schüler das Feuer eröffnete. Sehen Sie hier dazu eine Pressekonferenz der Grazer Polizei.Der Amoklauf an der Grazer Schule dauerte nur sieben Minuten und kostete zehn Menschen das Leben. Erste Ermittlungen zeigen, dass der 21-jährige Schütze die Tat bis ins kleinste Detail geplant hatte.Der Amoklauf des Attentäters im österreichischen Graz mit zehn Todesopfern spielte sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne von sieben Minuten ab. Die Tat sei bis ins kleinste Detail geplant gewesen, sagte der Leiter des Landeskriminalamts Steiermark, Michael Lohnegger, auf einer Pressekonferenz zwei Tage nach dem Einsatz. Die Rekonstruktion des AmoklaufsDer Täter, der 21-jährige Österreicher Arthur A., soll um 9:43 Uhr die Schule über den offiziellen Eingang betreten haben – mit einem Rucksack, in dem sich Waffen und Munition befanden. Als ehemaliger Schüler kannte er sich in dem Gebäude des Bundesoberstufenrealgymnasiums (BORG) aus.Während er auf die Toilette im dritten Obergeschoss ging, befanden sich zwischen 350 und 400 Schüler im Gebäude, so Lohnegger. Dort habe er sich einen Waffengurt mit einem Jagdmesser angelegt, die Schießbrille aufgesetzt, ein Headset angelegt und zwei Waffen vorbereitet: eine Pistole der Marke Glock und einer am Schaft abgesägten Doppelflinte.„Ab 9:57 Uhr führte er einen ungefähr sieben Minuten dauernden Amoklauf an der Schule durch“, sagte Lohnegger. A. habe wahllos auf Personen geschossen, zuerst in der zweiten Etage, wo sich Schüler der fünften Klassen aufhielten, danach im dritten Obergeschoss, wo Siebtklässler unterrichtet wurden. „Er schoss so oft auf die Klassentür, bis er sie öffnen konnte, um dann wahllos auf die darin befindlichen Personen schießen zu können“, erläuterte die Staatsanwaltschaft.Um 10:06 Uhr sei die erste Polizeistreife eingetroffen, die das Schulgebäude sofort betreten habe. Schüsse hätten sie keine mehr gehört.Lesen Sie auchZurück auf Toilette habe sich der 21-Jährige um 10:07 Uhr selbst getötet. Er hätte noch genügend Munition gehabt, seinen Amoklauf fortzusetzen, sagte Lohnegger. Was über den Schützen noch bekannt istDer Amokschütze hatte die 5. und 6. Klasse des Gymnasiums besucht, den Schulbesuch aber abgebrochen. Vor der Tat war er polizeilich nicht auffällig gewesen.Laut Polizei war der Amokläufer ein leidenschaftlicher Spieler von Ego-Shooter-Spielen. Er sei ein sehr introvertierter Mensch gewesen, der sehr zurückgezogen gelebt habe.Alle bisher ausgewerteten Unterlagen gäben weiterhin keinen Hinweis auf ein Motiv. Zu den Opfern habe der Täter keine nahe Beziehung aus seiner Schulzeit gehabt. Nur die getötete Lehrerin habe er gekannt.In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Sollten Sie selbst das Gefühl haben, dass Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie anonym Hilfe von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.dpa/jm
Graz: „Er schoss so oft auf die Klassentür, bis er sie öffnen konnte“ – Ermittler rekonstruieren Amoklauf - WELT
Der Amoklauf an der Grazer Schule dauerte nur sieben Minuten und kostete zehn Menschen das Leben. Erste Ermittlungen zeigen, dass der 21-jährige Schütze die Tat bis ins kleinste Detail geplant hatte.












