Chaos ist ein großes Wort: Es steht für das komplette Durcheinander, für Verwirrung, einen schwer vorhersehbaren Zustand. Und wer derzeit die Fürstenrieder Straße entlangfährt, dem drängt sich das meist unberechtigt gebrauchte C-Wort berechtigterweise auf: Sich immer wieder verschwenkende Spuren, Absperrungen an den Straßenrändern, aufgerissene Fahrbahnen, improvisierte Bushaltestellen, unter anderem vor einer Tankstelle. In der Rushhour stauen sich die Autos, Fußgänger wirken gestresst.
Es sieht wild aus auf dieser Verkehrsachse in Laim. So wild, dass man als Laie gar nicht glauben mag, dass hier schon Ende dieses Jahres Trambahnen fahren sollen.
Auf anderthalb Kilometern soll der erste Abschnitt der Tram-Westtangente zwischen Agnes-Bernauer-Straße und Ammerseestraße in Betrieb gehen. Das haben sich die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) fest vorgenommen. Nur noch sechseinhalb Monate bleiben ihnen, dieses Vorhaben umzusetzen. Und die SWM bleiben dabei: Die Eröffnung des ersten Teilstücks werde im Dezember dieses Jahres stattfinden, teilt eine Sprecherin mit. Was Nicht-Fachleuten also wie Chaos vorkommt, hat anscheinend Methode.
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