An der Frage, ob „Monopoly“ ein spannendes Spiel ist oder stinklangweilig, scheiden sich die Geister. Einigkeit besteht allerdings darin, dass eine bestimmte Ereigniskarte des Spiels die mit Abstand niederträchtigste war – zumindest, wenn man kurz vor der nächsten Runde stand und neues Geld benötigte: „Gehen Sie zurück auf LOS. Gehen Sie direkt dorthin, ziehen Sie keine 4000 Euro ein“, stand auf dieser Karte. Wegen Hundsgemeinheit gehört sie seit einigen Jahren nicht mehr zur Ausstattung des Spiels.
Für die Fußballfans von Lok Leipzig müssen sich die vergangenen Wochen so angefühlt haben, als hätten sie ein Abonnement auf miserable Ereigniskarten abgeschlossen. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren war ihr Team souveräner Meister der Regionalliga Nordost geworden, zum zweiten Mal durfte Lok dennoch nicht aufsteigen. 2020 scheiterten die Sachsen in der Relegation am SC Verl, vor eineinhalb Wochen folgte der nächste Rückschlag: Nach einem 1:1 im Hinspiel setzte sich in den Playoffs zur 3. Liga der Nord-Meister TSV Havelse im Rückspiel durch (3:0 nach Verlängerung).
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Der DFB muss dem Osten einen fixen Aufstiegsplatz geben
Kommentar von Johannes Aumüller






