Düsseldorf/Bremerhaven (dpa) - NRW drängt auf eine zentrale Lösch-Plattform für Missbrauchsabbildungen von Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam mit Niedersachsen hat das Land einen entsprechenden Beschlussvorschlag für die kommende Innenministerkonferenz (IMK) eingereicht.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der dpa, dass sich die Polizei bisher darauf konzentriert habe, „die Kinder aus der Gewalt ihrer Peiniger zu befreien und die Täter so schnell es geht zu schnappen.“ Das sei natürlich auch richtig, so Reul. „Aber wir dürfen nicht aus dem Blick verlieren, dass die Bilder und Videos, die entstanden sind, danach weiterhin im Netz kursieren. Das dürfen wir nicht zulassen.“
Schnelle Löschung von Missbrauchsdarstellungen
Daher müssten die Behörden „eine einfache Lösung an die Hand bekommen, um die Löschung von Missbrauchsdarstellungen zügig gegenüber den Hosting-Anbietern umzusetzen“, sagte Reul der dpa.
Im gemeinsamen Antrag von NRW und Niedersachsen heißt es unter anderem: „Die IMK betont nochmals die Notwendigkeit der Verfügbarkeitsreduzierung von Missbrauchsabbildungen im Internet, um Opfer sexueller Gewalt vor etwaigen Reviktimisierungen zu schützen und bittet um eine zeitnahe Finalisierung der bundesweiten Melde- und Löschplattform des BKA.“






