Seine ruhige, sonore Stimme wahrte Luciano Spalletti sogar, als er seine Entlassung verkündete. Zur üblichen Pressekonferenz am Vortag des WM-Qualifikationsspiels gegen die Republik Moldau hatte der italienische Nationaltrainer Platz genommen, umgehend ergriff er das Wort. Für Spalletti ist das nicht ungewöhnlich, er ist ein brillanter, oft ausführlicher Redner, an die Nation hat er sich in den Krisen seiner Amtszeit schon öfter gewandt. Am Sonntag tat er dies allerdings ein letztes Mal in dieser Position.
Er habe am Abend zuvor vom Präsidenten des italienischen Fußball-Verbands mitgeteilt bekommen, dass es für ihn als Nationaltrainer nicht weitergehen werde. „Das ist eine Entlassung“, stellte Spalletti klar, er nehme sie als solche zur Kenntnis, von sich aus wäre er nicht gegangen: „Ich wäre lieber in meinem Amt geblieben und hätte meine Arbeit so weitergeführt, wie ich es in meiner Karriere immer getan habe“, betonte der 66-Jährige. Am Montagabend wird er noch die Partie gegen Moldau betreuen, bevor er Abschied nimmt von jener Aufgabe, die ihm so viel bedeutete: „Es tut mir leid“, sagte Spalletti: „Ich liebe dieses Trikot und diese Spieler.“
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