Nürnberg (dpa/lby) - Miroslav Klose ist keiner, der Superlative einfach so rausdonnert. Aber was der Trainer des 1. FC Nürnberg beim 2:1 (1:1) gegen Hannover 96 nach einer aufrüttelnden Kabinenansprache zur Pause als Reaktion von seiner Mannschaft geboten bekam, imponierte ihm maximal. „Wir waren nicht griffig genug. Wir waren nicht gierig in den Zweikämpfen. Wir haben falsche Entscheidungen getroffen. Das haben wir klar angesprochen“, berichtete Klose in der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Und dann sehe ich die beste Halbzeit, seitdem ich hier bin. Überragend! Riesenkompliment!“„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“Nach der turbulenten Anfangsphase mit dem Führungstreffer von Julian Justvan und dem raschen Ausgleich der Gäste per Handelfmeter von Lars Gindorf demonstrierte die „Club“-Elf nach der Pause einen ganz neuen Reifegrad. Einen, der nach dem Saisonstart mit 13 von maximal möglichen 15 Punkten im dritten Klose-Jahr Aufstiegsträume weckt im Frankenland.Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.„Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, hallte es am Freitagabend lautstark durchs Max-Morlock-Stadion. Die Spieler genossen das minutenlange Feiern vor der Fankurve. „Wir genießen das, die Fans genießen das“, berichtete Torschütze Justvan: „Es war eine Energieleistung der Mannschaft.“ Der Edeltechniker sieht eine Weiterentwicklung. „Unser Spiel ist deutlich dominanter geworden. Wir wollen Ballbesitz. Wir sind variabler geworden.“Entscheidend aber sei die Aktivität auf dem Platz. „Das Passive ist nicht unseres“, sagte Justvan. Und genau das hatte Klose in der Pause deutlich moniert. Wohin geht der Weg? Ist der „Club“ ein Aufstiegsanwärter? Der „Club“ hat das Momentum - und Zoma„Wir sind nicht dafür gemacht, um große Töne zu spucken“, wehrte Klose ab. Trotzdem wolle man weiter auf der Erfolgswelle reiten. „Das Momentum ist auf unserer Seite, das haben wir uns erarbeitet“, sagte der Chefcoach.Dass sie in Nürnberg in dieser Saison mehr wollen, hatte der Verein mit dem Wechsel-Veto bei Topstürmer Mohamed Ali Zoma dokumentiert, der für viele Millionen Euro hätte verkauft werden können. Der 22-Jährige war gar nicht begeistert darüber. Aber gegen Hannover lieferte er wieder. Zomas fünftes Saisontor bewertete auch Klose als extrem wertvoll, „für ihn, für uns, für seine Stimmung. Mo kann man nicht ausschalten über 90 Minuten.“Das Wechsel-Veto abgestreift: Matchwinner Mohamed Ali Zoma mit Highspeed in Aktion (l).Daniel Karmann/dpaIm letzten Spiel vor der längeren Länderspielpause soll nun auch noch in Karlsruhe gepunktet werden. Kloses nächstes Etappenziel ist es jetzt schon, „bis zum Winter vorne dabei zu sein“. Der Weltmeister von 2014 fühlt, dass sich gerade etwas entwickelt, auch ein besonderer „Zusammenhalt“ im Kader. Das Zeichen mit dem Trikot-JubelEin Beleg dafür war der Torjubel nach Justvans 1:0. Die FCN-Profis hielten auf dem Platz das Trikot von Neuzugang Ioannis Masouras mit der Nummer 21 in die Höhe. Der 30 Jahre alte Grieche stand wegen „nächtlichen Unwohlseins“ nicht im Kader, erlebte aber nach Vereinsangaben die Schlussphase des Spiels schon wieder im Stadion mit. „Die Jungs haben entschieden, ein Zeichen zu setzen“, erklärte Klose die Trikot-Aktion. Auch die hatte ihm richtig gefallen.Ein besonderer Torjubel als Zeichen des Zusammenhalts.Daniel Karmann/dpa© dpa-infocom, dpa:260913-930-677216/1

Nürnberg (dpa/lby) - Trainer Miroslav Klose macht sich bei seinem 1. FC Nürnberg trotz des ausgezeichneten Saisonstarts in der 2. Fußball-Bundesliga keine Sorgen um das Thema…

Der 1. FC Nürnberg hat einen Superstart in die Saison hingelegt. Könnte in Miroslav Kloses Mannschaft vielleicht jemand abheben?