Magdeburg (dpa/sa) - Hunderte Menschen haben in den vergangenen Monaten Hilfe bei unterschiedlichen Beratungsstellen in Sachsen-Anhalt gesucht. Der Bedarf an Beratungen sei im ersten Halbjahr 2026 anhaltend hoch und teilweise auch steigend gewesen, teilte das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen mit. So seien bei der Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt 87 Fälle gezählt worden, bei der Mobilen Opferberatung waren es demnach 116. „In rund 80 Prozent der Fälle war eine Gewalttat Anlass der Beratung“, hieß es.Die Menschen berichteten demnach von rassistischer, antisemitischer, sexistischer, ableistischer und queerfeindlicher Diskriminierung sowie von rechter Gewalt. Diese finde unter anderem in Schulen, im öffentlichen Nahverkehr oder am Arbeitsplatz statt. Mit Blick auf die anstehenden Neuwahlen im Land hätten Menschen während Beratungen auch davon berichtet, Sorge vor weniger Sicherheit zu haben. Deshalb überlegten sie, Sachsen-Anhalt zu verlassen.Neben der Antidiskriminierungsstelle und der Mobilen Opferberatung sind auch „Entknoten“ und „Ofek“ Anlaufstellen für Beratungen in Sachsen-Anhalt. Das Landesnetzwerk vertritt derzeit eigenen Angaben zufolge 120 Organisationen und Einzelpersonen.© dpa-infocom, dpa:260826-930-584080/1

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