Oldenburg (dpa/lni) - Die niedersächsischen Seehäfen haben im ersten Halbjahr 2026 mehr Güter umgeschlagen. Der seeseitige Umschlag stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 31,1 Millionen Tonnen, wie die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen mitteilte. Vor allem Container und andere Stückgüter wie Windenergiekomponenten, Stahl und rollende Ladung legten zu. Der Massengüterumschlag ging hingegen leicht zurück. Besonders stark entwickelte sich der Containerverkehr: Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 wuchs er um 36 Prozent, wie das Unternehmen weiter ausführte. Damit machen Container und andere Stückgüter inzwischen einen großen Teil des Hafenumschlags in Niedersachsen aus. Der Umschlag von Neufahrzeugen blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Zuwachs in Wilhelmshaven, Stade und Papenburg Wilhelmshaven war in den ersten Monaten mit Abstand der stärkste Hafen im Land. Dort nahm der Umschlag der Mitteilung zufolge vor allem bei Containern, Kohle, Baustoffen und Neufahrzeugen zu. Rückgänge gab es bei Rohöl und Mineralölprodukten. Auch Stade und Papenburg verzeichneten den Angaben nach Zuwächse. In Stade sorgten vor allem eine höhere Nachfrage der ansässigen Industrie sowie mehr Stück- und Projektladung für das Plus. In Papenburg wuchs neben dem Seeverkehr auch der Gütertransport per Binnenschiff. Vor welchen Herausforderungen die Häfen stehen Schwächer fiel die Entwicklung in Brake, Cuxhaven, Emden und Nordenham aus, wie der Bilanz zu entnehmen ist. In Brake belasteten unter anderem Rückgänge bei Getreide und Futtermitteln sowie die US-Zollpolitik den Umschlag. In Cuxhaven fehlten Baustoffe, die im Vorjahr wegen großer Bauarbeiten für einen Sondereffekt gesorgt hatten. Zuwächse bei Windenergieanlagen und flüssigen Massengütern konnten in Emden andere Rückgänge nicht ausgleichen, heißt es weiter. In Nordenham gingen vor allem Kohle- und Flüssiggüter zurück. Leer legte im kombinierten See- und Binnenschiffsverkehr zu, wie Seaports mitteilte. Oldenburg war wegen des Neubaus der Eisenbahnbrücke in Elsfleth weiterhin nicht mit Seeschiffen erreichbar. Der Hafen wurde dort unter anderem über Binnenschiffe und die Bahn versorgt.© dpa-infocom, dpa:260813-930-525568/2

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