Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch für heute die Menschen in Nordrhein-Westfalen vor einer starken Wärmebelastung. Kaum Abkühlung in der zurückliegenden Nacht und Höchstwerte von bis zu 37 Grad lautet die Prognose. Was raten NRW-Behörden und Ärzte mit Blick auf Hitze? Dramatische FolgenHitzewarnungen müssten wesentlich ernster genommen werden, erklärte erst kürzlich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Die Extremwerte um 40 Grad ohne richtige Abkühlung in der Nacht Ende Juni hätten deutlich vor Augen geführt, dass Hitze genauso gefährlich sein könne wie Hochwasser oder andere Unwetter. In diesem Sommer starben in NRW bis Ende Juni nach einer Schätzung des RKI etwa 1.230 Menschen aufgrund von Hitze.NRW-Gesundheitsminister Laumann hält die Hitze für gefährlich. (Archivbild) Bernd Thissen/dpaVerhaltenstipps „Stündlich ein Glas Wasser trinken“ gehört zu den Verhaltenstipps zum Schutz vor Überhitzung des NRW-Gesundheitsministeriums. Kleine Portionen und leichte Kost essen gehört zu den weiteren Tipps. Den Körper aktiv kühlen und dabei beispielsweise kühles Wasser, Fächer oder Ventilator nutzen, all das wird ebenfalls empfohlen. Mit Ärzten sollte über den Umgang mit Medikamenten gesprochen werden. Auch auf die Wichtigkeit von Kopfbedeckung und Sonnenschutz wird hingewiesen.Wasser läuft aus einem Trinkwasserbrunnen. (Symbolbild) Oliver Berg/dpaKühle Orte aufsuchenIst es in der Wohnung oder unterwegs heiß, können kühle Orte aufgesucht werden. Die Spannbreite reicht dabei vom Schatten alter Bäume und Parks über Bibliotheken und Kirchen bis hin zu Trinkbrunnen und Wasserspielplätzen, wie aus Übersichten von Kommunen hervorgeht. Auf dem Umweltportal NRW sind Links zu kommunalen Karten mit diesen Rückzugsorten zusammengestellt. Viele Kommunen weisen bereits kühle Orte in ihren Hitzeaktionsplänen aus.Der St.-Paulus-Dom in Münster gehört zu den kühlen Orten für heiße Tage. (Archivbild) Rolf Vennenbernd/dpaAuf Warnsignale achtenEin Hitzeschlag entstehe meist nicht innerhalb weniger Stunden und kündige sich häufig an, erklärt Julia Wiedemann, Oberärztin auf der internistischen Intensivstation des Universitätsklinikums Münster. „Wenn Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen auftreten, sollte man die Hitze sofort verlassen, einen kühlen Ort aufsuchen, den Körper aktiv kühlen und ausreichend trinken“, sagt die Medizinerin zu den Warnsignalen.„Spätestens wenn Übelkeit oder Verwirrtheit auftreten oder sogar Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen oder eine heiße, gerötete Haut ohne Schweißbildung hinzukommen, muss umgehend der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden.“ Grundsätzlich wünsche sie sich vor allem, dass Menschen die ersten Anzeichen sehr ernst nehmen und sofort handeln würden, um zu verhindern, dass eine lebensbedrohliche Situation eintritt.Selbstmessung empfohlenWie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Nordrhein, Manfred Imbert, erklärt, kommen weiterhin etliche Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen zum Arzt. Ein Problem sei, dass blutdrucksenkende Medikamente den Blutdruck bei Hitze noch deutlich stärker senken könnten, erklärt der Hausarzt. Deshalb könne es zu vermehrten Kreislaufproblem kommen. Es gelte zu überprüfen, ob der Blutdruck nicht zu tief in den Keller falle - am besten durch eine Selbstmessung des Patienten.Der Mediziner Manfred Imbert hat Tipps für das heiße Wetter. (Archivbild) Thomas Banneyer/dpa© dpa-infocom, dpa:260730-930-457953/1

Essen (dpa/lnw) - Auf Nordrhein-Westfalen kommt die nächste Hitzewelle zu. Bereits heute werden bei viel Sonnenschein Temperaturen zwischen 23 und 31 Grad erwartet, wie der…

In den nächsten Tagen steigen die Temperaturen auf knapp 40 Grad an. Ab Donnerstag sind auch Schauer und Gewitter möglich.