München (dpa/lby) - Bedürftige Kinder in Bayern nehmen seltener als im bundesweiten Schnitt die staatlichen Teilhabe-Gelder für Aktivitäten wie Vereinssport, Musikunterricht oder Ferienfreizeiten in Anspruch. Die 15 Euro pro Monat erreichen laut einer Schätzung der Bertelsmann Stiftung bundesweit 18,3 Prozent der berechtigten Kinder im Alter von 6 bis einschließlich 14 Jahren. In Bayern profitieren den Angaben nach nur 16,4 Prozent davon. Bei Jugendlichen zwischen 15 und einschließlich 17 Jahren ist der Anteil noch geringer: In dieser Altersgruppe erhalten im Bundesdurchschnitt nur 12,1 Prozent der Berechtigten den Zuschlag, in Bayern sind es 10,2 Prozent.Bildungs- und Teilhabepaket aus dem Jahr 2011Die damalige Bundesregierung von CDU/CSU und FDP hatte 2011 das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket eingeführt, um Kinder und Jugendliche bei der Teilnahme an Ausflügen in der Schule und in Kitas zu unterstützen, aber auch für Schülerbeförderung, gemeinsames Mittagessen, Lernförderung, Vereinssport, Musikunterricht oder Ferienfreizeiten kann das Geld gezahlt werden. Berechtigt sind laut Familienministerium Kinder, deren Familien Sozialleistungen wie Kinderzuschlag, Bürgergeld oder Asylbewerber-Leistungen beziehen.Wieso nutzen Familien das Angebot nicht?Dass die Hilfe so selten abgerufen werde, liege vor allem an bürokratischen Hürden und komplexen Antragsverfahren, aber auch an fehlender Aufklärung, teilte die Bertelsmann Stiftung mit. Oft wüssten die Familien schlicht nicht, dass ein Anspruch auf die Leistungen bestehe. „Die geringe Nutzung liegt nicht daran, dass die Kinder keinen Bedarf hätten. Vielmehr ist der Betrag klein und der Weg dorthin sehr aufwändig“, sagte Antje Funcke, Expertin für Familienpolitik der Bertelsmann Stiftung. Die Stiftung fordert deshalb einfachere und möglichst automatische Auszahlungen. „Teilhabe ist kein Zusatz, sondern eine wichtige Voraussetzung für Bildung, Zugehörigkeit und ein gutes Aufwachsen“, so Funcke.Offizielle Zahlen zur Nutzung der Leistungen gibt es laut Bertelsmann Stiftung nicht. Die Stiftung bezieht sich in ihrer Schätzung daher auf die Anzahl der Menschen, die Teilhabe-Leistungen bewilligt bekommen haben, im Verhältnis zur Anzahl derjenigen, die Sozialleistungen erhalten, die für deren Bewilligung nötig sind.© dpa-infocom, dpa:260720-930-409698/1

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Analyse Bertelsmann Stiftung“. Lesen Sie jetzt „Viele Kinder in Sachsen-Anhalt nutzen Teilhabe-Hilfe nicht“.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Analyse Bertelsmann Stiftung“. Lesen Sie jetzt „Viele junge Menschen gehen bei Teilhabe-Geldern leer aus“.

München (dpa/lby) - Bedürftige Kinder in Bayern nehmen seltener als im bundesweiten Schnitt die staatlichen Teilhabe-Gelder für Aktivitäten wie Vereinssport, Musikunterricht oder…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bürokratische Hürden hoch“. Lesen Sie jetzt „Teilhabe-Hilfen erreichen Kinder in Bayern besonders selten“.

Gütersloh (dpa/lrs) - Kinder und Jugendliche, deren Familien Grundsicherung beziehen, haben Anspruch auf einen Zuschuss für das Mitmachen bei Sport und Kultur - gehen in…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Analyse Bertelsmann-Stiftung“. Lesen Sie jetzt „Nur wenige Kinder in RLP erhalten Teilhabe-Gelder“.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Analyse Bertelsmann-Stiftung“. Lesen Sie jetzt „Teilhabe-Zuschuss kommt bei Kindern im Saarland kaum an“.

Gütersloh (dpa/lhe) - Der Zuschuss für das Mitmachen bei Sport und Kultur für Kinder und Jugendliche, deren Familien Grundsicherung beziehen, kommt in Hessen nur bei einem…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Analyse Bertelsmann-Stiftung“. Lesen Sie jetzt „Teilhabe-Gelder kommen kaum bei hessischen Kindern an“.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Analyse Bertelsmann Stiftung“. Lesen Sie jetzt „Viele Kinder in Thüringen erhalten Teilhabe-Hilfe nicht“.

Erfurt/Gütersloh (dpa/th) - Bei vielen Kindern und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien in Thüringen kommen finanzielle Hilfen für Freizeit und Bildung trotz Anspruchs…

Komplizierte Anträge und geringe Beträge: Eine Analyse zeigt, dass viele Kinder trotz Anspruch kaum Unterstützung für Freizeit und Bildung bekommen.

Seit 15 Jahren können Kinder aus Familien mit wenig Geld Unterstützung für Schule, Essen und Freizeit bekommen. Eine Analyse zeigt: Die Hilfen bleiben oft ungenutzt.

Der Zuschuss für die Freizeit kommt nur bei wenigen der Kinder und Jugendlichen an, die eigentlich Anspruch darauf hätten. Rheinland-Pfalz ist bundesweit das Schlusslicht.

Kinder und Jugendliche, deren Familien wenig Geld haben, haben Anspruch auf staatliche Unterstützung. Doch verschiedene Hürden erschweren den Zugang. Die Folge: Viele Leistungen…

Kinder und Jugendliche aus Familien, die Grundsicherung beziehen, haben Anspruch auf Unterstützung für die Freizeit. Trotzdem gehen viele leer aus. So ist die Lage im Saarland.

Nur ein kleiner Teil der berechtigten Kinder in Sachsen-Anhalt nutzt finanzielle Hilfen für Freizeit und Bildung. Warum bleibt das Angebot oft ungenutzt?

Nur jedes zehnte berechtigte Kind erreichen in Thüringen finanzielle Hilfen für Freizeit und Bildung. Warum bleibt das Angebot oft ungenutzt?

Viele Kinder und Jugendliche gehen bei der Unterstützung für die Freizeit trotz Anspruch leer aus. Wie die Lage in Hessen ist - und warum die Quoten so niedrig sind.

Finanzielle Hilfen sollen Kindern aus Familien mit Grundsicherung Sport oder Ferienfreizeiten ermöglichen. Doch bei acht von zehn Berechtigten kommt das Geld nicht an.