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Hoch fordert mehr Tempo für Pharmastandort Rheinland-Pfalz

Mainz (dpa/lrs) - Wissenschafts- und Gesundheitsminister Clemens Hoch kämpft um den Pharma- und Biotechnologiestandort Rheinland-Pfalz. Durch die gekürzten oder gestrichenen Investitionen der Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim drohe Dynamik im Land gebremst zu werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Es sei derzeit nicht absehbar, dass das Management der Unternehmen die Entscheidungen kurzfristig rückgängig machen werde. Hoch forderte von der Bundesregierung mehr Tempo bei der Etablierung einer Standortklausel, um für Unternehmen mehr Anreize zu schaffen, auch weiterhin in Forschung und Innovation zu investieren. Eine Standortklausel in der Pharmaindustrie bezeichnet eine gesetzliche Regelung, die pharmazeutischen Unternehmen finanzielle oder regulatorische Vorteile gewährt, wenn sie nachweislich in den Standort Deutschland investieren.Trotz Einschnitten: Klares Bekenntnis zum StandortDie Landesregierung stehe weiter im Kontakt mit den beiden Pharmakonzernen. Trotz der Einschnitte gebe es jedoch weiterhin ein ganz klares Bekenntnis beider Unternehmen zu ihrem Standort, erklärte der SPD-Politiker. Bei den Gesprächen mit den Unternehmen gehe es deswegen nun vorrangig darum, wie die Standortbedingungen für das Pharmaland Rheinland-Pfalz als verlässlicher Partner organisiert werden könnten.Der Wissenschafts- und Gesundheitsminister nahm dabei auch die Bundesregierung in die Pflicht. Die Bundesländer mit wichtigen Pharmastandorten bekämen einen ordentlichen Pharmadialog hin, ohne ständig finanzielle Versprechungen zu machen. Die Branche müsse aber auch für die Bundesregierung eine hohe Priorität haben. Jobs bei Biontech in GefahrDer US-Konzern Eli Lilly hat angekündigt, in sein neues Werk in Alzey nicht mehr wie geplant 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro) zu stecken, sondern nur noch die Hälfte. Dazu verkündete Boehringer Ingelheim jüngst, für die Jahre 2027 bis 2030 vorgesehene 900 Millionen Euro doch nicht in deutsche Standorte investieren zu wollen. Beide Firmen begründeten das zumindest zum Teil mit den Sparplänen der Bundesregierung in der Gesundheitspolitik.Der Mainz Impfstoffhersteller Biontech gab zudem kürzlich bekannt, mehrere Produktionsstandorte zu schließen, darunter den in Idar-Oberstein. Als Gründe nennt das Management eine zu geringe Auslastung, Überkapazitäten und Kosteneinsparungen. Knapp 1.900 Stellen sind in Gefahr. In der Corona-Pandemie war Biontech weltbekannt geworden, weil das Mainzer Unternehmen gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer die erste Marktzulassung für einen Impfstoff gegen Covid-19 bekam. Mittlerweile konzentriert sich Biontech auf die Forschung und Entwicklung von Medikamenten gegen Krebs.© dpa-infocom, dpa:260717-930-397445/1

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Die wirtschaftlichen Flaggschiffe bereiten Sorgen: Eli Lilly, Boehringer Ingelheim und Biontech drohen mit Einschnitten - bekennen sich aber weiter zum Standort.

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Wirtschaftsstandort: Hoch fordert mehr Tempo für Pharmastandort Rheinland-Pfalz

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaftsstandort“. Lesen Sie jetzt „Hoch fordert mehr Tempo für Pharmastandort Rheinland-Pfalz“.

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  1. venerdì 17 luglio 2026·sueddeutsche.de

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