Erfurt/Berlin (dpa) - Unionsfraktionschef Jens Spahn hat einen Entzug des passiven Wahlrechts von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke ins Spiel gebracht. „Alle reden ja immer über Verbotsverfahren. Wie wär's denn, wenn wir einfach mal ein Verfahren machen und gucken, ob man jemandem extrem Rechtem wie ihm seine aktiven und passiven Wahlrechte abnehmen kann“, sagte Spahn im „Focus“-Podcast „Machtmenschen“. Spahn bekräftigt Abgrenzung zur AfDHöcke, der wegen des Verwendens einer verbotenen SA-Parole zweimal vom Landgericht Halle verurteilt wurde, gilt als Rechtsaußen in seiner Partei. Seine Thüringer AfD wurde vom Landesverfassungsschutz bereits 2021 als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.Seit Jahren wird über ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD diskutiert. Doch die Hürden sind hoch und es gibt Bedenken, ob ein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht erfolgreich wäre. Spahn bekräftigte in dem Podcast eine Abgrenzung zur AfD. „Wer für Putin unterwegs ist, für China spioniert, extrem und radikal in der Sprache ist, von dem grenzen wir uns, grenze ich mich klar ab - politisch, inhaltlich, menschlich“, sagte Spahn. SPD-Politiker hatte Wahlrechtsentzug thematisiertMitte Juni hatte der SPD-Politiker und frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dafür plädiert, einzelnen Vertretern der AfD das passive Wahlrecht zu entziehen - zum Beispiel Höcke. Zuletzt hatten Vertreter der CSU in Bayern Offenheit für ein Teil-Verbotsverfahren signalisiert. Ein Verbotsverfahren gegen die AfD als Gesamtpartei hatte die CSU-Spitze unter Parteichef Markus Söder in den vergangenen Monaten stets abgelehnt.© dpa-infocom, dpa:260710-930-362539/1

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „CSU-Landtagsfraktion“. Lesen Sie jetzt „CSU-Politiker erwägen Verbotsverfahren gegen Thüringer AfD“.

Seit Jahren wird über ein AfD-Verbotsverfahren diskutiert – die Meinungen gehen auseinander. Nun sind Teile der CSU offen für einen Plan B.

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Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Debatte über Umgang mit AfD“. Lesen Sie jetzt „Spahn bringt Wahlrechtsentzug für Höcke ins Spiel“.

Björn Höcke sieht sich schon auf dem Weg in die Thüringer Staatskanzlei. Doch immer mehr Politiker fordern ein härteres Vorgehen gegen ihn und seine als rechtsextrem eingestufte…

Statt eines AfD-Verbotsverfahrens fordert Jens Spahn eine Überprüfung von Björn Höckes Wahlrecht. Dieser könnte beim Entzug des passiven Wahlrechts nicht mehr antreten.

Höcke sieht sich schon auf dem Weg in die Staatskanzlei in Erfurt. Auch der Unionsfraktionschef fordert nun ein härteres Vorgehen gegen ihn und seine als rechtsextrem eingestufte…

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Berlin (dpa) - CSU-Chef Markus Söder lehnt ein mögliches Verbotsverfahren gegen Teile der AfD ab und stellt sich damit gegen Überlegungen führender Parteifreunde. „Ich glaube…

Der Unionsfraktionschef will Höcke das Wahlrecht entziehen, während die CSU über ein Teilverbot der AfD nachdenkt. Ändert die Union ihren Kurs in puncto AfD-Verbotsverfahren?