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Wie politisch neutral soll ein Club sein? - FCK im Fokus

Kaiserslautern/Mainz (dpa/lrs) - Der Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat mit der Unterstützung eines Festivals gegen Rechts eine Debatte losgetreten. Ausgehend von einem Foto und ein paar Zeilen Text in sozialem Medien hat sich eine erhitzte Diskussion entsponnen, die bis in die rheinland-pfälzische Landespolitik hineinreicht. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte der Club in sozialen Medien ein Foto der Mannschaft mit Machern des Festivals „Kein Bock auf Nazis“ im westpfälzischen Kusel, Letztere tragen Antifa-Shirts. Darunter ist zu lesen: „Der FCK steht für Vielfalt und Toleranz.“ Daher unterstütze man auch in diesem Jahr wieder das Festival - und weiter: „Schaut vorbei und setzt ein klares Zeichen gegen Hass und Intoleranz.“ Von politischer Instrumentalisierung ist die Rede Darunter finden sich Tausende Kommentare mit teils harscher Kritik. Politik habe im Fußball nichts zu suchen, ist da zu lesen. Auch mit der Kündigung von Mitgliedschaften und Dauerkarten wird gedroht. „Bitte erst nachdenken, dann posten“, schrieb der CDU-Fraktionschef und FCK-Fan Gensch auf Instagram. (Archivfoto) Florian Wiegand/dpaAuf Instagram äußert sich der Chef der CDU-Fraktion im Landtag in Mainz, Christoph Gensch, selbst bekennender FCK-Anhänger, dazu. „Unsere Mannschaft politisch zu instrumentalisieren und sie dabei mit Symbolen oder Codes in Verbindung zu bringen, die von linksextremen Gruppen verwendet werden, halte ich für einen schweren Fehler“, schreibt er. Schellhammer kontra GenschDie Parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Pia Schellhammer, hält andersherum die Aussagen von Gensch für einen Fehler. Es sei absolut begrüßenswert, wenn sich Vereine für Demokratie und gegen Rechtsextremismus einsetzten. „Genau dieses Engagement fordern wir alle doch immer ein“, betonte sie. „Vom Fraktionsvorsitzenden der CDU erwarten wir, dass er der Zivilgesellschaft im Einsatz für die Demokratie den Rücken stärkt.“Gensch schrieb auf Instagram: „Wer glaubwürdig gegen Hass und Hetze eintreten will, sollte sich eindeutig von jeder Form des Extremismus distanzieren - egal ob von rechts oder links. Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.“ Er wünsche sich Einsatz und Leidenschaft auf dem Rasen, nicht auf dem politischen Spielfeld - ergänzt um die Aufforderung: „Bitte erst nachdenken, dann posten.“ In einem Schreiben wendet er sich auch an FCK-Vorstandschef Gero Scira. „Emotionale Diskussion“Der Verein reagierte in sozialen Medien schnell „aufgrund der vielfachen und emotionalen Diskussion“. Der 1. FC Kaiserslautern stehe seit jeher für Vielfalt, Respekt, Toleranz und ein friedliches Miteinander. Jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit, Hass und Gewalt habe beim FCK keinen Platz. Deshalb unterstütze man unter anderem regelmäßig gesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und für demokratische Werte.„Vom Fraktionsvorsitzenden der CDU erwarten wir, dass er der Zivilgesellschaft im Einsatz für die Demokratie den Rücken stärkt“, sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin, Schellhammer, in Richtung von Gensch. (Archivfoto) Michael Brandt/dpa„Gleichzeitig ist uns wichtig zu betonen, dass der 1. FC Kaiserslautern parteipolitisch neutral ist und sich nicht von politischen Gruppierungen oder extremistischen Strömungen vereinnahmen lässt - weder von rechts noch von links.“ Die Haltung des Vereins gegen Rechtsextremismus sei ein Bekenntnis zu Menschenwürde, Demokratie und Zusammenhalt, „nicht zu bestimmten politischen Organisationen, Symbolen oder Gruppierungen“. Verein will interne Prüfprozesse schärfenDer Verein kündigte an, alle sachlichen Rückmeldungen ernst zu nehmen und interne Prüfprozesse bei entsprechenden Veröffentlichungen zu schärfen. Mit Gensch soll der Club im Austausch sein, ist zu hören.© dpa-infocom, dpa:260706-930-341864/2

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FCK wirbt für Festival gegen Nazis - es hagelt Kritik - WELT

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Gesellschaft: FCK wirbt für Festival gegen Nazis - es hagelt Kritik

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    FCK wirbt für Festival gegen Nazis - es hagelt Kritik

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