Kaiserslautern/Mainz (dpa/lrs) - Die Unterstützung des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern für ein Festival gegen Rechts hat viel Wirbel ausgelöst - selbst Vertreter aus der rheinland-pfälzischen Landespolitik melden sich zu Wort. Zuvor haben mehrere Medien darüber berichtet. Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte der Club in sozialen Medien ein Foto der Mannschaft mit Machern des Festivals „Kein Bock auf Nazis“ im westpfälzischen Kusel, Letztere tragen Antifa-Shirts. Darunter ist zu lesen: „Der FCK steht für Vielfalt und Toleranz.“ Daher unterstütze man auch in diesem Jahr wieder das Festival - und weiter: „Schaut vorbei und setzt ein klares Zeichen gegen Hass und Intoleranz.“ Darunter finden sich Tausende Kommentare mit teils harscher Kritik. Politik habe im Fußball nichts zu suchen, ist da zu lesen. Auch mit der Kündigung von Mitgliedschaften und Dauerkarten wird gedroht. „Emotionale Diskussion“Der Verein reagierte später „aufgrund der vielfachen und emotionalen Diskussion“. Der 1. FC Kaiserslautern stehe seit jeher für Vielfalt, Respekt, Toleranz und ein friedliches Miteinander. Jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit, Hass und Gewalt habe beim FCK keinen Platz. Deshalb unterstütze man unter anderem regelmäßig gesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und für demokratische Werte.„Gleichzeitig ist uns wichtig zu betonen, dass der 1. FC Kaiserslautern parteipolitisch neutral ist und sich nicht von politischen Gruppierungen oder extremistischen Strömungen vereinnahmen lässt - weder von rechts noch von links.“ Die Haltung des Vereins gegen Rechtsextremismus sei ein Bekenntnis zu Menschenwürde, Demokratie und Zusammenhalt, „nicht zu bestimmten politischen Organisationen, Symbolen oder Gruppierungen“. Verein will interne Prüfprozesse schärfenDer Verein kündigte an, alle sachlichen Rückmeldungen ernst zu nehmen und interne Prüfprozesse bei entsprechenden Veröffentlichungen zu schärfen. Rückenwind aus der Politik kam von der Parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Pia Schellhammer. Es sei absolut begrüßenswert, wenn sich Vereine für Demokratie und gegen Rechtsextremismus einsetzen, betonte sie. „Genau dieses Engagement fordern wir alle doch immer ein.“© dpa-infocom, dpa:260706-930-341864/1

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