Traisen/Rüdesheim (dpa/lrs) - Die Lage rund um den Waldbrand am Rotenfels im Landkreis Bad Kreuznach stabilisiert sich. In einem Areal des mit Munition belasteten Sperrgebiets bekämpfen Feuerwehrleute dem Brand jetzt direkt, an anderer Stelle ist weiter der am Vortag eingetroffene Löschroboter im Einsatz. Es gebe praktisch keine Flammen mehr, sagte Landrätin Bettina Dickes (CDU). Ein Feuerwehrmann liegt verletzt im Krankenhaus, wie eine Sprecherin der Kreisverwaltung sagte. Die Rückkehr der Bewohnerinnen und Bewohner des am Wochenende geräumten Orts Traisen sei problemlos verlaufen. Das Waldgebiet sei jedoch weiterhin abgesperrt, weil es dort Glutnester gebe. „Wir sind jetzt an dem Punkt, dass wir die Brandnester löschen müssen“, sagte Dickes der Deutschen Presse-Agentur. Diese könnten jederzeit wieder aufflammen und müssten deshalb einzeln gelöscht werden. „Das ist eine Knochenarbeit“, sagte die Landrätin.Noch immer sind hunderte Feuerwehrleute am Rotenfels im Einsatz. Sascha Ditscher/dpaLöschroboter kühlt BodenDas gesamte Areal wurde der Sprecherin zufolge in mehrere Abschnitte eingeteilt, in denen unterschiedlich vorgegangen werde. In einem Gebiet nahe Traisen bekämpften Feuerwehrleute den Brand inzwischen aktiv. In dem Areal habe es seit längerer Zeit keine Knallgeräusche mehr gegeben, dort sei vermutlich alle im Boden befindliche Munition abgebrannt. In anderen Abschnitten kühle der Löschroboter das Gelände herunter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung seien seit Samstag rund um die Uhr im Einsatz, berichtete die Sprecherin. Sie hätten unter anderem, bevor die Räumung Traisens aufgehoben werden konnte, etwa 150 Fahrten organisiert, bei denen Menschen zumindest kurz mal in ihre Häuser konnten, um vergessene Dinge zu holen oder auch Haustiere zu füttern. Der Löschroboter aus Niedersachsen war am Montag im Kreis Bad Kreuznach eingetroffen. Thomas Frey/dpaIn den vergangenen Tagen hätten viele Menschen ihre Hilfe angeboten, sagte die Kreissprecherin weiter. Besitzer von Ferienwohnungen hätten diese für die Menschen aus Traisen angeboten oder hätten angeboten, Tiere bei sich aufzunehmen. Es habe eine große Welle der Hilfsbereitschaft gegeben. Am Nachmittag waren noch Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz. Die Zahl der Kräfte soll nun aber nach und nach sinken. „Wir wollen deutlich das Personal reduzieren, mehr als halbieren, weil wir merken, wir können gar nicht alle Kräfte binden“, sagte Dickes. Perspektivisch rechne sie damit, dass für die weiteren Arbeiten noch etwa 100 bis 150 Einsatzkräfte benötigt würden.Mehr als 7.000 Mahlzeiten für die Einsatzkräfte Für die Verpflegung der mehr als 600 Einsatzkräfte sind die Kreisverbände Bad Kreuznach und Alzey des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zuständig. Es seien bis jetzt bereits über 7.000 Mahlzeiten serviert und rund 2.000 Getränkekisten vor Ort bereitgestellt worden, sagte DRK-Einsatzleiter Chris Snehotta. Damit Verpflegung auch in unwegsames Gelände kommt, hat das DRK geländegängige Fahrzeuge vor Ort, um Essen und Getränke in Thermobehältern zu Verpflegungspunkten zu bringen.© dpa-infocom, dpa:260630-930-311141/3

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Feuerwehreinsatz“. Lesen Sie jetzt „Waldbrand in Gebiet mit Kampfmitteln - Ort teilweise geräumt“.

Traisen (dpa/lrs) - Wegen eines Brandes in einem Waldgebiet läuft ein großer Einsatz im Kreis Bad Kreuznach. In der Nacht wurden deswegen auch Teile des Ortes Traisen geräumt, wie…