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Südafrikas Torwart: Der WM-Traum des toten Bruders

Inglewood (dpa) - Südafrikas Kapitän Ronwen Williams erinnert sich an Tag, der sein Leben und seine Fußball-Leidenschaft still stehen ließ, immer noch, als wäre es gestern. „Ich war auf einem Turnier in Kapstadt“, erzählt der 34-Jährige: „Ich war früh aufgestanden und bekam einen Anruf von einem Freund, mit dem ich aufgewachsen bin.“Es war der 1. April 2010. Dem Jahr der Weltmeisterschaft in Südafrika. Ein Jahr, das für jeden Fußballer des Landes doch zu einem Feierjahr werden sollte. Nicht für Ronwen Williams, der damals schon für die Juniorenauswahlen seines Landes gespielt hatte.Die Welt steht stillDenn was der Kumpel ihm mitzuteilen hatte, hätte schlimmer nicht sein können. „Er sagte nur, dass er einen Anruf bekommen habe, dass Marvin gestorben sei.“ Marvin Williams, sein „großer Bruder“, sein „Vorbild“. Der, der half, wenn Ronwen Williams Hilfe brauchte. Und nun war er tot. Ein Autounfall. „Ich habe das Telefon sofort fallen lassen. Ich habe mich gefühlt, als ende meine ganze Welt“, erzählt Ronwen Williams in einem FIFA-Gespräch weiter. Er war damals 18 Jahre alt. Als er 10 war, wurde ein Cousin bei seiner Arbeit als Sicherheitsbeamter erschossen. Um die Ecke spielten sie Fußball in Port Elizabeth. Doch der Verlust des Bruders schien Ronwen Williams emotionaler Endpunkt. Die schweren Momente über den Wolken„Ich in bin nach Hause. Als ich in den Flieger eingestiegen bin, waren das wahrscheinlich die härtesten Momente. Dort zu sitzen, über den Wolken. Ich konnte nur an das Gesicht meines Bruders denken“, erinnert er sich: „Ich sah mich in dem Moment nie wieder Fußball spielen.“ YouTubeDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von YouTube angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Er kehrte aber zurück auf den Platz, zurück ins Tor. „Ich habe ihn fast jede Woche angerufen. Ich habe mit seiner Mutter gesprochen“, berichtete Williams' damaliger Trainer Kwanele Kopo: „Ich glaube, die Worte, die ihn überzeugt haben, zurückzukommen, waren: 'Du kannst jetzt nichts mehr tun, weil Dein Bruder gestorben ist. Du kannst ihn aber am besten ehren, indem Du zurückkommst und für ihn Fußball spielst'.“ „Ich lebe seinen Traum“Und so wird Ronwen Williams auch an diesem Sonntag, wenn er den Rasen des WM-Stadions von Inglewood zum Sechzehntelfinalspiel gegen Kanada (21.00 Uhr MESZ/ARD) betritt, wieder in den Himmel blicken. Er wird auch diese Partie, sein dann 66. Länderspiel seinem Bruder Marvin widmen. „Ich weiß, er ist stolz auf mich“, sagt der Kapitän der Bafana Bafana: „Ich lebe seinen Traum.“© dpa-infocom, dpa:260627-930-293195/1

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  1. sabato 27 giugno 2026·sueddeutsche.de

    Südafrikas Torwart: Der WM-Traum des toten Bruders

    Inglewood (dpa) - Südafrikas Kapitän Ronwen Williams erinnert sich an Tag, der sein Leben und seine Fußball-Leidenschaft still stehen ließ, immer noch, als wäre es gestern. „Ich…