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Storia in 3 fonti

Goldschmidt will PFAS in Wasserschutzgebieten verbieten

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holstein will den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit PFAS in allen Wasserschutzgebieten verbieten. „Wir müssen dafür sorgen, dass weniger PFAS in der Natur landen“, sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne). Schleswig-Holstein sei das erste Bundesland, das den Einsatz in Schutzgebieten flächendeckend verbiete. Für eine entsprechende Verordnung startete bereits die Anhörung. Die Regelung könnte gegen Ende des Sommers in Kraft treten.PFAS sind sogenannte Ewigkeitschemikalien. „Manche sind hormonell wirksam, andere stehen im Verdacht, krebserregend zu sein oder gefährden Fortpflanzung sowie ungeborene Kinder während der Schwangerschaft“, sagte Goldschmidt. „Sie reichern sich im Wasser an und werden nicht abgebaut.“ Im Norden seien diese Stoffe mittlerweile überall nachzuweisen.In Schleswig-Holstein wird das Trinkwasser nach Ministeriumsangaben ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. PFAS und Abbauprodukte wie insbesondere Trifluoressigsäure (TFA) ließen sich auch bei der Trinkwasseraufbereitung nicht mit verhältnismäßigem Aufwand entfernen.Was sind Ewigkeitschemikalien?PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) werden wegen ihrer wasser-, fett- und hitzebeständigen Eigenschaften seit Jahrzehnten unter anderem in Löschschaum, Pfannenbeschichtungen und Outdoor-Produkten verwendet. Es handelt sich um eine riesige Gruppe von über 10.000 künstlich hergestellten Industriechemikalien, die in der Natur nicht vorkommen.Goldschmidt will den Einsatz von 19 Pflanzenschutzmitteln mit solchen Stoffen, für die es bereits Alternativen gibt, sofort verbieten. Für acht weitere Stoffe soll eine Übergangsfrist bis 2035 gelten, für drei andere Stoffe ist diese kulturartspezifisch vorgesehen.Das Verbot soll alle 38 Wasserschutzgebiete im Land umfassen. In diesen Bereichen liegen nach Ministeriumsangaben auch 15.000 Hektar Ackerflächen, was 2,3 Prozent aller Ackerflächen in Schleswig-Holstein entspricht. Insgesamt umfassen die Wasserschutzgebiete 57.000 Hektar. Das Land ist insgesamt 1,58 Millionen Hektar groß.Europäische RegelungGoldschmidt spricht von unhaltbaren Zuständen. „Ich halte es grundsätzlich für ein Unding, dass überhaupt so viele Pflanzenschutzmittel mit PFAS auf dem Markt sind.“ Notwendig sei eine strikte europäische und nationale Regulierung dieser Stoffe. Er wolle in seinem Wirkungsbereich verhindern, dass solche Mittel weiter direkt auf Feldern ausgebracht werden und tun „was rechtlich möglich ist“.In Deutschland waren das laut Ministerium 2024 insgesamt 1.140 Tonnen. Neben den PFAS-haltigen gebe es knapp 250 andere Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel.Der Naturschutzbund (Nabu) begrüßte das geplante Verbot. „Es ist allerdings längst überfällig und bei der Bekämpfung der PFAS-Verseuchung unserer Umwelt nicht mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.“ Die der Landwirtschaft eingeräumte Übergangsfrist von zehn Jahren für einige Wirkstoffe sei viel zu lang. Überdies hätten Pestizide in Wasserschutzgebieten generell nichts zu suchen. „Auch von Pestiziden – mit oder ohne PFAS – sickern im Laufe der Zeit gesundheitsgefährdende Substanzen in die zur Trinkwassergewinnung wichtigen Grundwasserschichten und reichern sich im Boden an.“© dpa-infocom, dpa:260615-930-225578/2

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Ewigkeitschemikalien: Goldschmidt will PFAS in Wasserschutzgebieten verbieten

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Goldschmidt will PFAS in Wasserschutzgebieten verbieten - WELT

Ewigkeitschemikalien im Grundwasser: Schleswig-Holstein will als erstes Bundesland gegen PFAS in Wasserschutzgebieten vorgehen. Was steckt hinter dem geplanten Verbot und wie betrifft es Verbraucher?

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Timeline cronologica

  1. lunedì 15 giugno 2026·zeit.de

    Ewigkeitschemikalien: Goldschmidt will PFAS in Wasserschutzgebieten verbieten

    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ewigkeitschemikalien“. Lesen Sie jetzt „Goldschmidt will PFAS in Wasserschutzgebieten verbieten“.

  2. lunedì 15 giugno 2026·welt.de

    Goldschmidt will PFAS in Wasserschutzgebieten verbieten - WELT

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  3. lunedì 15 giugno 2026·sueddeutsche.de

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