Schwerin (dpa/mv) - Der Klimawandel und dessen Folgen können die Gesundheit der Menschen zunehmend beeinflussen. Besonders anhaltende Hitzeperioden und Tage mit erhöhter UV-Strahlung werden im Sommer für manche gefährlich. Um die Bevölkerung zu schützen, soll in Mecklenburg-Vorpommern daher jetzt ein Netzwerk aufgebaut und konkrete Handlungsansätze für Kommunen und Land weiterentwickelt werden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Schwerin mit. Erstes Hitzeschutzsymposium in MVAuf dem ersten landesweiten Hitzeschutzsymposium wollen sich dazu heute (ab 10.00 Uhr) in Schwerin Expertinnen und Experten unter anderem aus den Bereichen Gesundheit und Medizin, der Pflege, den Kommunen und dem Katastrophenschutz austauschen. Ziel sei es laut Sprecher, das Thema Hitze in das Bewusstsein zu holen und die Gesellschaft dafür verstärkt zu sensibilisieren. Schon mit einfachen Maßnahmen könnte beispielsweise alleinstehenden Seniorinnen und Senioren geholfen werden, wenn Nachbarn an heißen Tagen vorbeischauen und sie mit Wasser versorgen. Aber auch Hitzeschutzprogramme in Pflegeheimen und Begrünung von öffentlichen Plätzen sollen demnach Thema sein. Ministerin: Tropische Nächte sind Realität„Temperaturen von über 30 Grad in Gebäuden und in der Arbeitswelt sowie tropische Nächte sind keine Zukunftsvisionen mehr; sie sind Realität“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) vor der Veranstaltung. Besonders gefährdet seien demnach vulnerable Bevölkerungsgruppen, wie ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder, Schwangere, Menschen mit Behinderungen sowie Obdachlose, Geflüchtete und sozial isolierte Personen.„Besonders ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte oder Menschen, die im Freien arbeiten, sind durch die sich verändernden klimatischen Bedingungen belastet“, erklärte Drese. Aber auch Kommunen, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen sich der Ministerin zufolge auf diese Herausforderungen künftig einstellen. Das Ministerium sieht den Hitzeschutz nach eigenen Angaben als gemeinsame Verantwortung von Land und Kommunen. Prävention, Risiko- und Krisenmanagement und langfristige Anpassungsstrategien erfordern demnach eine „enge Abstimmung aller gesellschaftlichen Ebenen“.Hitzeschutzplan in Mecklenburg-VorpommernDer 2025 veröffentlichte „Gesundheitsbezogene Hitzeschutzplan M-V“ stehe dabei initial für diesen Prozess und führe neben den Risiken erste Lösungsansätze auf. Mit dem Symposium soll dieser Plan laut Ministerium ergänzend mit Leben gefüllt werden - indem auch erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar gemacht werden. Denn die Risiken im Zusammenhang mit Hitzeperioden und neuen Infektionskrankheiten werden den Angaben zufolge bisher oftmals noch unterschätzt.© dpa-infocom, dpa:260529-930-143752/1

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Die Deutsche Stiftung Patientenschutz will kranke und alte Menschen vor Hitze schützen. Medizinische Einrichtungen bräuchten bessere Maßnahmen für hohe Temperaturen.