Dinslaken (dpa) - Gegen die Autofahrerin, die am Mittwochmorgen in Dinslaken mit ihrem Wagen in eine Gruppe von Schülern gefahren ist, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft Duisburg mitgeteilt.Die Frau habe bereits im Mai vergangenen Jahres wegen eines plötzlichen Ohnmachtsanfalls am Steuer einen Unfall verursacht. Danach sei ihr ein sogenannter Ereignisrekorder implantiert worden. Dessen Daten würden nun ausgewertet, hieß es in der Mitteilung. Außerdem sei das Auto der Frau sichergestellt und ein Sachverständiger mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt worden. Ein Ereignisrekorder ist ein Gerät, das die Herzaktivität kontinuierlich überwacht. Solche Geräte werden implantiert, um plötzliche Ohnmachtsanfälle oder Aussetzer der Herztätigkeit zu erkennen, die bei einem Langzeit-EKG möglicherweise nicht auffallen. Die „Bild“-Zeitung hatte darüber zuerst berichtet.Dritter Schüler leicht verletztDie 47-Jährige war am Morgen kurz vor Schulbeginn mit ihrem Auto in eine Gruppe von drei zwölfjährigen Jungen gefahren - Schüler des Dinslakener Otto-Hahn-Gymnasiums, die auf Fahrrädern auf dem Weg zum Unterricht waren. Zwei der Zwölfjährigen wurden so schwer verletzt, dass sie später im Krankenhaus starben. Der Dritte erlitt nur leichte Verletzungen und musste nicht im Krankenhaus behandelt werden. Die 47-Jährige hatte nach dem Zusammenprall mit den Schülern mit ihrem Wagen noch drei weitere Autos gerammt und beschädigt. Sie wurde auch selbst schwer verletzt. Die Frau sei aufgrund ihrer Verletzungen weiterhin im Krankenhaus und nicht vernehmungsfähig, hieß es in der Mitteilung. Wie genau es zu dem Unfall kam, sei weiter Gegenstand der Ermittlungen, betonte die Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung. War medizinischer Notfall die Unfallursache?Bei internistischen Notfällen wie einem kurzzeitigen Aussetzen des Herzens oder einem Ohnmachtsanfall könne es durchaus passieren, dass Autofahrer verkrampften und ungewollt das Gaspedal durchdrückten, sagte der bekannte Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn Steiger Stiftung. Eine aktuelle Studie der Stiftung vom Oktober vergangenen Jahres habe ergeben, dass medizinische Notfälle weit häufiger als bisher vermutet für Seniorenunfälle verantwortlich sind. Es könne durchaus aber auch jüngere Menschen treffen, sagte Brockmann.Große Betroffenheit in Dinslaken - am Freitag SchweigeminuteAm Gymnasium der drei verunglückten Jungen, an der Grundschule, vor der der Unfall passiert war, und in der ganzen Stadt herrschte am Tag danach große Betroffenheit. Zahlreiche Menschen legten an der Unfallstelle Kerzen, Blumen und Teddybären ab, um ihre Trauer auszudrücken. „Am Freitag wird es um 9.15 Uhr eine stadtweite Schweigeminute im Gedenken an die beiden verstorbenen Jungen geben“, teilte die Stadt mit. An der Schule der Jungen seien Schulpsychologen und Notfallseelsorger im Einsatz. Besondere Zuwendung erhalte dabei die Klasse, die um ihre zwei Mitschüler trauert, sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Dinslakener Grundschule am Unfallort gab ihren rund 350 Schülerinnen und Schülern am frühen Mittag hitzefrei.NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) hatte der weiterführenden Schule sowie der Grundschule, in deren Nähe sich der Verkehrsunfall ereignete, Hilfen etwa durch Schulpsychologen zugesichert. „Wir werden die Schulen mit allem unterstützen, was uns möglich ist“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Das Schlimmste für die Eltern“„Was in Dinslaken passiert ist, ist furchtbar. Ein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste für Eltern“, erklärte Feller. Sie trauere mit den Familien, den Freunden und Bekannten und allen Menschen an den betroffenen Schulen.Der Bürgermeister von Dinslaken, Simon Panke (SPD), sprach der Familie ebenfalls sein Beileid aus. „Unsere Gedanken sind vor allem bei den Kindern und ihren Eltern und Familien. Für sie ist das Schlimmste eingetreten, was überhaupt passieren kann“, schrieb er bei Facebook. Auch bei Freunden, Mitschülern und Lehrkräften seien Schock und Schmerz riesig. Die Schule brauche jetzt Zeit und Ruhe zur Aufarbeitung, so Panke. „Dies gilt speziell für die Klassenkameraden der verstorbenen Kinder.“ „Viele weitere sehr schwere Tage folgen“„Bei aller öffentlichen Aufmerksamkeit bitten wir um Verständnis dafür, dass Schule, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern jetzt Zeit benötigen, um das Geschehene zu begreifen und zu verarbeiten, da es ein sehr schwerer Tag war und noch viele weitere sehr schwere Tage folgen werden“, sagte die Stadtsprecherin.© dpa-infocom, dpa:260528-930-138174/6

Ein zerstörtes Rad, Trümmerteile, Polizei: In Dinslaken werden drei Kinder - vermutlich auf dem Schulweg - von einem Auto erfasst. Zwei sterben bei dem tragischen Unfall.

Zwei Kinder sterben nach einem Unfall vor einer Schule. Die Polizei geht Anhaltspunkten nach, wie es zu dem Unfall kommen konnten.

Dinslaken (dpa/lnw) - Eine Autofahrerin ist in Dinslaken in der Nähe einer Schule mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und hat drei Kinder angefahren. Die Kinder, die auf…

Ein Kind schwebt in Lebensgefahr, ein weiteres wurde schwerstverletzt. Die Unfallverursacherin war von der Fahrbahn abgekommen und nach der Kollision gegen stehende Autos geprallt.

Eine Autofahrerin hat am Morgen drei Kinder auf ihren Rädern überfahren. Zwei von ihnen starben im Krankenhaus, das dritte Kind wurde leicht verletzt. Die Autofahrerin kam schwer…

Dinslaken (dpa) - Nach einem Zusammenprall mit einem Auto in der Nähe einer Schule in Dinslaken (NRW) ist ein 12-jähriges Kind an seinen Verletzungen gestorben. Das teilten…

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In Dinslaken sind zwei zwölfjährige Kinder gestorben, nachdem eine Autofahrerin mit ihrem Wagen in der Nähe einer Schule von der Fahrbahn abgekommen war. Die Polizei geht bislang…

Nach dem schweren Zusammenprall mit einem Auto im nordrhein-westfälischen Dinslaken ist auch das zweite lebensgefährlich verletzte Kind gestorben. Der Zwölfjährige erlag wie zuvor…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Unfall“. Lesen Sie jetzt „Ministerin sichert Schulen nach Tod zweier Kinder Hilfe zu“.

Am Mittwochmorgen ist es in Nordrhein-Westfalen zu einem Verkehrsunfall gekommen. Drei Kinder wurden dabei verletzt. Zwei der Unfallopfer sind inzwischen gestorben.

Drei Kinder werden in Dinslaken vermutlich auf dem Schulweg von einem Auto angefahren. Zwei von ihnen sterben. Die betroffenen Schulen sollen Unterstützung bekommen.

Drei Zwölfjährige waren in Dinslaken mit ihren Rädern wohl auf dem Weg zur Schule, als ein Auto auf sie zufuhr. Mindestens zwei von ihnen wurden tödlich verletzt. Gab es am Steuer…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Der schwere Tag danach“. Lesen Sie jetzt „Schulpsychologen nach Unfalltod zweier Kinder im Einsatz“.

In Dinslaken fährt eine Autofahrerin in eine Gruppe Schulkinder. Zwei Zwölfjährige sterben. Gegen die Autofahrerin wird jetzt wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Nach dem Unfall mit zwei toten Schulkindern in Dinslaken eröffnet die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen die Autofahrerin wegen fahrlässiger Tötung. Die Frau habe…

In Dinslaken fährt eine Autofahrerin aus ungeklärter Ursache in eine Gruppe Kinder. Zwei Zwölfjährige sterben. In ihrer Schule sind Schulpsychologen im Einsatz.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Unfall in Dinslaken“. Lesen Sie jetzt „Bürgermeister: Schule braucht Zeit und Ruhe zur Aufarbeitung“.

In Dinslaken fährt eine Autofahrerin aus ungeklärter Ursache in eine Gruppe Kinder. Zwei Zwölfjährige sterben. Neben Schulpsychologen sind auch zusätzliche Schulsozialarbeiter im…