Erfurt (dpa/th) - Das zum Vogel des Jahres 2026 gewählte Rebhuhn ist in Thüringen gefährdet. „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“, sagte Tino Sauer, Vogelexperte des Naturschutzbundes (NABU) Thüringen. Im Frühjahr 2025 wurden im Thüringer Becken 1,62 Rebhühner pro 100 Hektar Landwirtschaftsfläche gezählt, wie Daten des Schutzprojektes „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ zeigen.Rebhühner brauchen laut Sauer Blühstreifen oder Hecken an Feldrändern, um sich zu verstecken. Davon gebe es für die Tiere zu wenig. Besonders die Jungtiere seien auf Insekten als Futter angewiesen, die Sauer zufolge bei starkem Pestizid-Einsatz auf den Feldern fehlen.Aber einige Menschen seien engagiert, um die Lage für die Rebhühner zu verbessern, so Sauer. In Thüringen läuft das Rebhuhn-Schutzprojekt, das im Freistaat bis 2029 mit 840.000 Euro gefördert wird. Landwirtschaftliche Unternehmen werden zu einer rebhuhn-freundlicheren Bewirtschaftung beraten, sodass mehr Hecken und Brachflächen bestehen bleiben.Der Vogel des Jahres wird in Deutschland seit 1971 bestimmt, seit 2021 in öffentlicher Wahl. Für das Jahr 2024 war der Kiebitz gewählt worden, 2025 ist der Hausrotschwanz Vogel des Jahres.© dpa-infocom, dpa:251009-930-143184/1

Das Rebhuhn gilt an vielen Orten in Deutschland als bedroht. Nun ist es erneut zum Vogel des Jahres gekürt worden. In diesem Jahr haben bei der Abstimmung so viele Menschen…

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