Das Phänomen gibt es natürlich schon viel länger als den Begriff: Upskirting, also Frauen unter den Rock zu schauen, diese Perspektive ist für manche seit jeher verlockend. Vor 250 Jahren etwa hielt der Rokoko-Maler Jean-Honoré Fragonard so eine Szene in seinem Gemälde „Die Schaukel“ fest: Eine junge Frau sitzt auf einer Schaukel, ihr Kleid fliegt, und am linken unteren Bildrand liegt ein Mann und blickt ihr unter die wehenden Unterröcke. Oder ikonisch das Bild von Marilyn Monroe und ihrem fliegenden Kleid über einem Luftschacht. Überhaupt nicht ikonisch sind hingegen die Handyfotos und -videos, die online kursieren, seit jeder ein Smartphone bei sich trägt. Heimlich unter den Rock oder das Kleid einer Frau zu fotografieren, ist seit 2021 eine Straftat und wird mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet. Seit einiger Zeit wird auf der Wiesn vor allem das Teufelsrad, seit mehr als 100 Jahren eine Attraktion auf dem Oktoberfest, mit Upskirting in Verbindung gebracht. Es tauchen vermehrt Videos im Internet auf, die Frauen in Dirndl und Röcken auf dem Teufelsrad zeigen – und vor allem das, was sie darunter tragen. Frauen wehren sich, Videos werden gelöscht, und dennoch haben manche den Eindruck, das Problem wird nicht ernst genug genommen.

Das Phänomen gibt es natürlich schon viel länger als den Begriff: Upskirting, also Frauen unter den Rock zu schauen, diese Perspektive ist für manche seit jeher verlockend. Vor…

Am Teufelsrad auf der Wiesn wird Frauen unter den Rock gefilmt. Das ist keine Lappalie – und Radlerhosen zu verteilen, keine Lösung.