Leipzig (dpa) - Martin Demichelis kann bei RB Leipzig aufatmen, beim Hamburger SV dürfte nach dem nächsten peinlichen Torlos-Auftritt langsam Krisenstimmung herrschen. Die Sachsen setzten sich am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga mühelos mit 5:0 (2:0) gegen den Tabellenletzten durch und verschafften dem in der Kritik stehenden argentinischen Coach eine deutlich ruhigere Woche. HSV-Trainer Merlin Polzin muss dagegen das zweite 0:5 nacheinander verarbeiten.Tidiam Gomis (12. Minute) traf vor 47.800 Fans erstmals im Leipziger Stadion, Norwegens WM-Teilnehmer Antonio Nusa (28.) erhöhte nach einem eklatanten Hamburger Abwehrfehler. RB-Abwehrchef Willi Orban (72.) traf nach einer einstudierten Standard-Situation, Christopher Nkunku (74.) schoss das erste Tor nach seiner Rückkehr - und Romulo (77.) setzte den Schlusspunkt. Bundestrainer Jürgen Klopp muss bei seiner ersten Kader-Nominierung am Donnerstag sehr wahrscheinlich auf Assan Ouédraogo verzichten, der mit einer Schulterverletzung früh vom Feld musste.Sieg gefordert, Sieg bekommenNach dem blamablen Champions-League-Auftritt in Como (1:4) hatte Demichelis wie schon nach der Bremen-Pleite eine Reaktion gefordert. Nun hatte der Argentinier daran sogar eine Sieg-Pflicht gekoppelt. Den Erfolg bekam der Trainer, dem Sportchef Marcel Schäfer auch vor der Partie noch einmal den Rücken gestärkt hatte. „Wir waren überrascht, wie viel Negativität hereingebracht wurde“, sagte der 42-Jährige bei DAZN. Natürlich seien es zwei Spiele gewesen, die nicht den Ansprüchen entsprachen.Martin Demichelis stand nach zwei Niederlagen unter Druck.Jan Woitas/dpaNervös zeigten sich die Sachsen nicht, auch zu einer aggressiven Anfangsoffensive ließ man sich nicht verleiten. Im Gegenteil: Man setzte auf Ballbesitz, legte sich den HSV zurecht. Nach acht Minuten klärte Jordan Torunarigha vor Gomis gerade noch zur Ecke. Auch ein Schuss von Benjamin Henrichs (12.) wurde noch abgefälscht. Die Führung, den Eindruck musste man gewinnen, war gegen die harmlosen und bisweilen unsortierten Hamburger dennoch nur eine Frage der Zeit.Einfache Tore - Sorgen um OuédraogoIn einem schlichten Spielzug schickte Brajan Gruda den Niederländer Ezechiel Banzuzi auf der rechten Seite in die Tiefe, der flache Pass in den Strafraum fand den völlig alleingelassenen Gomis. Für den zum Mittelstürmer umfunktionierte Linksaußen, der gegen Gladbach schon zwei Treffer vorbereitet hatte, war es das erste Saisontor.Leipzig kontrollierte das Spiel weiterhin mühelos - und der HSV half beim Tore schießen. Als letzter Mann verlor Shafiq Nandja im Aufbau den Ball an Nusa, der Norweger ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf mühelos.Nur drei Minuten später änderte sich die Leipziger Stimmung schlagartig. Nationalspieler Ouédraogo hielt sich nach einem Zweikampf mit Albert Grönbaek mit schmerzverzerrtem Gesicht die rechte Schulter. Der 20-Jährige hatte bereits den gesamten August wegen einer Kapselverletzung an dieser Schulter gefehlt. Nun droht erneut ein längerer Ausfall und das Verpassen der ersten Klopp-Länderspiele.Hamburg mutiger, Leipzig treffsichererDer HSV kam besser ins Spiel, es gelangen sogar die ersten beiden Abschlüsse auf das Leipziger Tor. Doch sowohl David Møller Wolfe (49.) als auch Zakaria El Ouahdi (54.) scheiterten an Maarten Vandevoordt. Das bisweilen naive Abwehrverhalten behielt man sich aber bei. Bei einem Konter (55.) rannten vier Leipziger gegen einen HSV-Verteidiger auf das Tor zu, vergaben die Chance jedoch kläglich. Fünf Minuten später verpasste der für Ouédraogo eingewechselten Christopher Nkunku per Seitfallzieher das dritte Tor.Das besorgte dann Orban - mit einer Variante vom Trainingsplatz. Nusa schlug seinen Freistoß von der linken Strafraumgrenze an den langen Pfosten, dort musste der eingelaufene Routinier nur noch den Fuß hinhalten. Mühelos traf auch Nkunku nach einem Gegenstoß. Sein Tor feierte der Franzose wie zu alten Leipziger Zeiten - für seinen Sohn blies er einen roten Ballon auf. Das dritte RB-Tor binnen fünf Minuten schoss der lange verletzte Romulo nach einem Konter nach HSV-Einwurf.© dpa-infocom, dpa:260913-930-679423/1
Demichelis-Erleichterung: Leipzig blamiert den Torlos-HSV
Leipzig (dpa) - Martin Demichelis kann bei RB Leipzig aufatmen, beim Hamburger SV dürfte nach dem nächsten peinlichen Torlos-Auftritt langsam Krisenstimmung herrschen. Die Sachsen setzten sich am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga mühelos mit 5:0 (2:0) gegen den Tabellenletzten durch und verschafften dem in der Kritik stehenden argentinischen Coach eine deutlich ruhigere Woche. HSV-Trainer Merlin Polzin muss dagegen das zweite 0:5 nacheinander verarbeiten.Tidiam Gomis (12. Minute) traf vor 47.800 Fans erstmals im Leipziger Stadion, Norwegens WM-Teilnehmer Antonio Nusa (28.) erhöhte nach einem eklatanten Hamburger Abwehrfehler. RB-Abwehrchef Willi Orban (72.) traf nach einer einstudierten Standard-Situation, Christopher Nkunku (74.) schoss das erste Tor nach seiner Rückkehr - und Romulo (77.) setzte den Schlusspunkt. Bundestrainer Jürgen Klopp muss bei seiner ersten Kader-Nominierung am Donnerstag sehr wahrscheinlich auf Assan Ouédraogo verzichten, der mit einer Schulterverletzung früh vom Feld musste.Sieg gefordert, Sieg bekommenNach dem blamablen Champions-League-Auftritt in Como (1:4) hatte Demichelis wie schon nach der Bremen-Pleite eine Reaktion gefordert. Nun hatte der Argentinier daran sogar eine Sieg-Pflicht gekoppelt. Den Erfolg bekam der Trainer, dem Sportchef Marcel Schäfer auch vor der Partie noch einmal den Rücken gestärkt hatte. „Wir waren überrascht, wie viel Negativität hereingebracht wurde“, sagte der 42-Jährige bei DAZN. Natürlich seien es zwei Spiele gewesen, die nicht den Ansprüchen entsprachen.Martin Demichelis stand nach zwei Niederlagen unter Druck.Jan Woitas/dpaNervös zeigten sich die Sachsen nicht, auch zu einer aggressiven Anfangsoffensive ließ man sich nicht verleiten. Im Gegenteil: Man setzte auf Ballbesitz, legte sich den HSV zurecht. Nach acht Minuten klärte Jordan Torunarigha vor Gomis gerade noch zur Ecke. Auch ein Schuss von Benjamin Henrichs (12.) wurde noch abgefälscht. Die Führung, den Eindruck musste man gewinnen, war gegen die harmlosen und bisweilen unsortierten Hamburger dennoch nur eine Frage der Zeit.Einfache Tore - Sorgen um OuédraogoIn einem schlichten Spielzug schickte Brajan Gruda den Niederländer Ezechiel Banzuzi auf der rechten Seite in die Tiefe, der flache Pass in den Strafraum fand den völlig alleingelassenen Gomis. Für den zum Mittelstürmer umfunktionierte Linksaußen, der gegen Gladbach schon zwei Treffer vorbereitet hatte, war es das erste Saisontor.Leipzig kontrollierte das Spiel weiterhin mühelos - und der HSV half beim Tore schießen. Als letzter Mann verlor Shafiq Nandja im Aufbau den Ball an Nusa, der Norweger ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf mühelos.Nur drei Minuten später änderte sich die Leipziger Stimmung schlagartig. Nationalspieler Ouédraogo hielt sich nach einem Zweikampf mit Albert Grönbaek mit schmerzverzerrtem Gesicht die rechte Schulter. Der 20-Jährige hatte bereits den gesamten August wegen einer Kapselverletzung an dieser Schulter gefehlt. Nun droht erneut ein längerer Ausfall und das Verpassen der ersten Klopp-Länderspiele.Hamburg mutiger, Leipzig treffsichererDer HSV kam besser ins Spiel, es gelangen sogar die ersten beiden Abschlüsse auf das Leipziger Tor. Doch sowohl David Møller Wolfe (49.) als auch Zakaria El Ouahdi (54.) scheiterten an Maarten Vandevoordt. Das bisweilen naive Abwehrverhalten behielt man sich aber bei. Bei einem Konter (55.) rannten vier Leipziger gegen einen HSV-Verteidiger auf das Tor zu, vergaben die Chance jedoch kläglich. Fünf Minuten später verpasste der für Ouédraogo eingewechselten Christopher Nkunku per Seitfallzieher das dritte Tor.Das besorgte dann Orban - mit einer Variante vom Trainingsplatz. Nusa schlug seinen Freistoß von der linken Strafraumgrenze an den langen Pfosten, dort musste der eingelaufene Routinier nur noch den Fuß hinhalten. Mühelos traf auch Nkunku nach einem Gegenstoß. Sein Tor feierte der Franzose wie zu alten Leipziger Zeiten - für seinen Sohn blies er einen roten Ballon auf. Das dritte RB-Tor binnen fünf Minuten schoss der lange verletzte Romulo nach einem Konter nach HSV-Einwurf.© dpa-infocom, dpa:260913-930-679423/1












