PfadnavigationHomeRegionalesNordrhein-Westfalen«Wie eine Niederlage»: Köln zwischen Frust und ZuversichtStand: 11:10 UhrLesedauer: 2 MinutenTrotz der frühen Führung kam Köln gegen Bremen nicht über ein Remis hinaus. Quelle: Thomas Frey/dpaNach dem 1:1 gegen Bremen hadert Köln teils mit der eigenen Leistung. Trainer René Wagner sieht aber auch Potenzial und Positives.Für den Kölner Torschützen Linton Maina fühlte sich das Remis gegen Werder Bremen nicht wie ein Punktgewinn an. «Ich glaube, jeder war so ein bisschen mit sich selbst beschäftigt und wusste nicht so richtig, was der Fehler ist. Der Punkt ist zu wenig. Das fühlt sich jetzt wie eine Niederlage an», sagte der sichtlich enttäuschte Maina nach dem 1:1. Tom Krauß sprach kurz später von einem «absolut verdienten Punkt für Werder Bremen».Dabei hatte Köln vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften eigenen Stadion zunächst die Partie im Griff: Nach einem verschossenen Handelfmeter von Startelf-Debütant Thijs Dallinga (8. Minute) traf Maina drei Minuten später zum 1:0. Danach zog sich der FC jedoch zurück und setzte auf Konter. Was zunächst funktionierte, wurde nach der Pause bestraft. Nach einer Ecke nutzte Niclas Füllkrug (69. Minute) den Freiraum zum Ausgleich.Wagner sieht Positives«Ich bin enttäuscht, dass wir den Mut verloren haben, mit dem Ball auch noch weiter zu attackieren», resümierte Trainer René Wagner. Dennoch sprach er von einem «gerechten Unentschieden» und sah den Punktgewinn positiver als Teile seiner Mannschaft: «Für mich ist heute wichtig, dass wir einen Punkt geholt haben gegen eine Mannschaft, die sich bei uns so ungefähr in der gleichen Zielregion bewegt. Das ist wichtig, solche Spiele nicht zu verlieren.»Zugleich verwies Wagner darauf, dass seine Mannschaft mit fünf Sommerneuzugängen in der Startelf noch immer am Anfang stehe. «Daran arbeiten wir jeden Tag, dass wir die Truppe zusammenschweißen», sagte Wagner, der sich mit Blick auf die Gesamtsituation zufrieden zeigte: «Wir haben jetzt vier Punkte nach drei Spielen, wir sind zu Hause ungeschlagen. Das ist wichtig für uns», so der 53-Jährige.Maina mahnt Kommunikation anTorschütze Maina machte vor allem die Kommunikation als Schwachstelle aus. «Ich glaube, die Sachen, die dann von uns nicht so gut waren, waren dann vielleicht kommunikativ einfach, dass keiner so richtig wusste, was jetzt zu tun ist, was zu machen ist», schilderte er. «Ich glaube, dann fehlt es einfach da, ich will jetzt nicht sagen, dass wir uns auch mal anschreien, das ist falsch, aber irgendwie, dass wir es schaffen, dass es nicht so dahinplätschert.»Am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) wartet beim Hamburger SV ein weiterer Gegner im direkten Kampf gegen den Abstieg. «Für uns geht es darum, eine Struktur zu bekommen», betonte Wagner, der vielleicht auch in Sachen Kommunikation noch einmal nachschärfen muss.dpa-infocom GmbH