Über das KI-Unternehmen Anthropic wird erzählt, dass jedem neuen Mitarbeiter ein Buch des Historikers Richard Rhodes empfohlen wird: „The Making of the Atomic Bomb“. Darin wird beschrieben, wie aus einem wissenschaftlichen Projekt eine Massenvernichtungswaffe wird, angeleitet von Physikern in dem festen Glauben, sie müssten die ersten sein, die die Atombombe entwickeln, bevor es die falschen tun. Die KI-Branche scheut den Vergleich zur Atombombe nicht, sie sucht ihn.Sowohl Sam Altman, der Mann an der Spitze des ChatGPT-Entwicklers Open AI, als auch Anthropic-Chef Dario Amodei, sind schon mit J. Robert Oppenheimer verglichen worden, dem Vater der Atombombe. Oppenheimer wurde nach dem Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki indes zum Kritiker der atomaren Aufrüstung. In Altman und Amodeis Selbstverständnis steckt indes auch viel von einem anderen Forscher, dem ungarischen Mathematiker John von Neumann.Dieser war ebenfalls am „Manhattan Project“ zur Entwicklung der amerikanischen Atombombe beteiligt. Seine Gleichungen spielten eine wichtige Rolle für deren Zerstörungskraft. Nach 1945 kam er allerdings zu einem anderen Schluss als Oppenheimer. Er erkannte die Gefahren, die in der Technologie steckten – und arbeitete dennoch in den Fünfzigerjahren an der Entwicklung einer noch gefährlicheren Waffe, der Wasserstoffbombe.
Künstliche Intelligenz: Droht uns wirklich das Ende?
KI-Entwickler warnen davor, dass ihre Schöpfung die Menschheit vernichten kann. Nun verlangen sogar die Chefs von Open AI und Anthropic öffentlich, die Forschung zu bremsen – und Elon Musk stimmt ihnen zu. Wie ernst muss man die Sorgen nehmen?
KI-Leader: Sechs von acht Kontrollfähigkeiten erreicht, 10%+ Extinction-Risiko. Trotzdem beschleunigt die Industrie – Manager müssen KI-Governance-Investitionen priorisieren, doch Wettbewerbsdruck überwiegt Sicherheitsbedenken.













