Stefan Evers könnte nach dem 20. September vor einer schwierigen Entscheidung stehen: regieren oder seinen eigenen roten Linien treu bleiben. Eine Zusammenarbeit mit der Linken schließt der CDU-Spitzenkandidat kategorisch aus. Lieber würde er auf das Rote Rathaus verzichten, wie er im Interview mit der Berliner Zeitung sagt.

Dabei dürfte die Regierungsbildung nur eines der Probleme sein, die nach der Wahl auf ihn zukommen könnten. Als Finanzsenator kennt Evers die Lage des Berliner Haushalts. Und seine Prognose fällt düster aus: Die Sozialausgaben explodieren, die Spielräume werden ganz klein. Wahlversprechen, die zusätzliches Geld oder Personal kosten, seien nicht mehr erfüllbar.

Und dann wäre da noch die AfD. In Sachsen-Anhalt ist die CDU gerade auf 17,2 Prozent abgestürzt, während die AfD mit 43,8 Prozent zur mit Abstand stärksten Kraft wurde. Aber auch in Berlin muss die CDU erklären, was sie nach drei Jahren an der Regierung vorzuweisen hat. Warum glaubt Evers trotzdem, dass seine Partei die richtigen Antworten hat? Was muss sich ändern? Und was sagt er zum Stromausfalldebakel und zu Kai Wegners Krisenmanagement?

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